Öko-Test hat 14 verschiedene Brioche-Burger-Buns aus deutschen Supermärkten und Discountern untersucht. Die Ergebnisse zeigen deutliche Qualitätsunterschiede: Nur drei Produkte erhielten insgesamt die Note „gut“, während zwei Brötchen von Aldi am Ende des Rankings landeten. Schreibt bankrecht-ratgeber mit Bezug auf ruhr24.
Bewertet wurden unter anderem die Inhaltsstoffe, Pestizidrückstände, der Salzgehalt, zugesetzte Aromen, die Herkunft der verwendeten Eier sowie weitere mögliche Belastungen. Einzelne Produkte wurden außerdem auf Bestandteile von Mineralöl untersucht.
Zwei Aldi-Burger-Buns erhalten die Note „ungenügend“
Die schlechtesten Ergebnisse im Test erzielten Produkte von Aldi Nord und Aldi Süd. Beide Brioche-Buns erhielten von Öko-Test die Gesamtbewertung „ungenügend“.
In den BBQ Brioche Burger Buns von Aldi Nord fand das Labor Spuren von drei Pestiziden. Darunter befand sich auch der Wirkstoff Pirimiphos-Methyl. Zusätzlich kritisierten die Tester einen Salzgehalt von rund 1,3 Gramm pro 100 Gramm.
Das Produkt enthält außerdem natürliche Aromen. Negativ floss auch ein, dass Eier aus einer Haltungsform verwendet werden, die Öko-Test aus Gründen des Tierwohls kritisch bewertet.
Ähnlich schnitten die Goldähren Brioche Burger Buns von Aldi Süd ab. Auch hier wurden drei Pestizide nachgewiesen, darunter Pirimiphos-Methyl. Der Salzgehalt lag mit rund 1,36 Gramm pro 100 Gramm sogar etwas höher.
Lidl und Ibis gehören zu den besten Produkten im Test
Deutlich besser schnitten die Deluxe Brioche Burger Buns der Marke Backländer ab, die bei Lidl verkauft werden.
Bei den Inhaltsstoffen erhielten sie die Bewertung „sehr gut“. Das Labor fand lediglich geringe Spuren von Pestiziden. Abzüge gab es vor allem wegen der Herkunft der verwendeten Eier, die Öko-Test unter dem Gesichtspunkt des Tierwohls kritisch bewertet.
Zu den besser bewerteten Produkten gehörten auch die Ibis Brioche Burger Buns. Ihre Inhaltsstoffe wurden ebenfalls mit „sehr gut“ bewertet. Allerdings stellten die Tester einen Mangel bei der Kennzeichnung fest: Auf der Verpackung fehlte eine Angabe zum Ballaststoffgehalt.
So schnitten Burger-Buns von Rewe, Edeka und anderen Marken ab
Im Test waren außerdem Produkte von Rewe, Edeka, Netto sowie von Herstellern wie Golden Toast und Harry vertreten.
Die meisten dieser Burger-Buns landeten im Mittelfeld. Zu den häufigsten Kritikpunkten gehörten Pestizidrückstände, natürliche Aromen, ein vergleichsweise hoher Salzgehalt sowie die Herkunft der verwendeten Eier.
Damit zeigten sich trotz ähnlicher Produkte und teilweise vergleichbarer Preise deutliche Unterschiede bei den Laborergebnissen.
Warum Öko-Test bei mehreren Burger-Buns Punkte abzog
Ein zentraler Kritikpunkt waren Pestizidrückstände. Bei fünf Produkten führten entsprechende Funde zu einer schlechteren Bewertung.
Dabei handelte es sich überwiegend um geringe Mengen, die nicht als unmittelbare Gesundheitsgefahr eingestuft werden. Öko-Test bewertet jedoch insbesondere Mehrfachbelastungen kritisch, weil die Wechselwirkungen verschiedener Stoffe noch nicht ausreichend untersucht sind.
Besondere Aufmerksamkeit galt den Wirkstoffen Deltamethrin und Pirimiphos-Methyl, die für Bienen schädlich sein können.
Auch der Salzgehalt spielte bei der Bewertung eine Rolle. Bei fünf getesteten Burger-Buns lag er über 1,2 Gramm pro 100 Gramm.
Erhöhter MOSH-Gehalt bei einem Produkt festgestellt
Ein Produkt erhielt zudem Abzüge wegen eines erhöhten Gehalts an gesättigten Mineralölkohlenwasserstoffen, sogenannten MOSH.
Diese Stoffe können sich im menschlichen Körper, unter anderem im Fettgewebe, anreichern. Welche langfristigen gesundheitlichen Folgen daraus entstehen können, ist bislang nicht abschließend geklärt.
Bei der Gesamtbewertung berücksichtigte Öko-Test außerdem die Haltungsbedingungen der Hühner, deren Eier für die Herstellung der Brioche-Buns verwendet werden. Produkte mit Eiern aus aus Sicht des Magazins problematischen Haltungssystemen verloren zusätzliche Punkte.
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