Die Bahnverbindung zwischen Berlin und Hamburg wird ab dem 14. Juni wieder vollständig freigegeben. Allerdings werden die ICE-Züge in den ersten Wochen nach der Wiedereröffnung langsamer unterwegs sein als ursprünglich geplant. Schreibt bankrecht-ratgeber mit Bezug auf spiegel.
Wie Deutsche Bahn mitteilte, gelten bis Ende Juni auf mehreren Streckenabschnitten vorübergehende Geschwindigkeitsbegrenzungen. Hintergrund sind die Inbetriebnahme neuer Signal- und Stellwerkssysteme sowie Belastungstests im laufenden Betrieb.
Dadurch wird der Fahrplan im Fernverkehr um einige Minuten angepasst. Deutschen Medien zufolge könnte sich die Reisezeit zwischen den beiden Metropolen um fünf bis zehn Minuten verlängern.
Fahrzeit der ICE-Züge länger als vor der Modernisierung
Nach Abschluss der Arbeiten sollen die Züge die Strecke zwischen Berlin und Hamburg in mindestens 107 Minuten zurücklegen. Vor der Sanierung dauerte die Fahrt rund 105 Minuten.
Ursprünglich hatte die Deutsche Bahn geplant, die Fahrzeit auf 90 Minuten zu verkürzen. Dieses Konzept basierte jedoch auf einer deutlich geringeren Streckenauslastung als heute.
Auf einzelnen Abschnitten können die Züge vorerst nicht die geplanten 230 km/h erreichen. Wegen der Nutzung eines älteren Sicherungssystems gilt dort vorübergehend ein Tempolimit von 160 km/h.
Fachkräftemangel verzögert Inbetriebnahme neuer Systeme
Nach Angaben deutscher Medien fehlt es derzeit an ausreichend qualifizierten Prüfern für das neue Zugleitsystem.
Zwei modernisierte Betriebszentralen, die mehrere Stellwerke gleichzeitig steuern sollen, können deshalb noch nicht vollständig in Betrieb gehen. Die Bahn greift auf betroffenen Streckenabschnitten vorübergehend wieder auf ältere Leit- und Sicherungstechnik zurück.
Im Rahmen der Modernisierung verzichtete die Deutsche Bahn auf Teilen der Strecke zudem auf die vollständige Einführung des europäischen Standards ETCS. Stattdessen wurde teilweise das System „Linienzugbeeinflussung“ installiert, das zwar älter, aber für die Inbetriebnahme weniger störanfällig ist.
Bauarbeiten verzögerten sich wegen des Winters
Die Strecke zwischen Hamburg und Berlin wurde am 1. August 2025 für die umfassende Modernisierung gesperrt. Ursprünglich sollte das Projekt Ende April 2026 abgeschlossen werden, doch ein strenger Winter führte zu Verzögerungen.
Im Zuge der Arbeiten wurden Gleise, Weichen, Bahnhöfe und Signaltechnik erneuert. Die Deutsche Bahn setzt dieses Konzept auch auf anderen wichtigen Magistralen ein, indem Strecken für mehrere Monate komplett gesperrt werden, um umfangreiche Sanierungen gebündelt umzusetzen.
Ersatzbusse entfallen – Güterverkehr fährt wieder regulär
Nach Angaben der Deutschen Bahn sollen ab dem ersten Betriebstag alle geplanten Fernverkehrszüge regulär verkehren. Der während der Bauarbeiten eingerichtete Ersatzbusverkehr wird eingestellt.
Auch der Güterverkehr zwischen Berlin und Hamburg wird vollständig wieder aufgenommen.
An mehreren Bahnhöfen entlang der Strecke laufen jedoch weiterhin Abschlussarbeiten, die wegen der Witterungsbedingungen zu Jahresbeginn nicht rechtzeitig beendet werden konnten.
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