Wissenschaftler haben erstmals Hinweise auf den Zwann-Wolff-Effekt in der Atmosphäre des Mars gefunden – ein Phänomen, das bislang ausschließlich mit Planeten in Verbindung gebracht wurde, die über ein starkes globales Magnetfeld verfügen. Schreibt bankrecht-ratgeber mit Bezug auf ingenieur.
Die Entdeckung basiert auf Daten der NASA-Raumsonde MAVEN, die während eines starken Sonnensturms Ende 2023 gesammelt wurden. Die Ergebnisse der Untersuchung wurden in der Fachzeitschrift Nature Communications veröffentlicht.
Das Forschungsteam wurde von dem Planetenforscher Christopher Fowler von der West Virginia University geleitet. Er gehört zu der NASA-Gruppe, die die von den MAVEN-Orbitern gesammelten Daten analysiert.
Sonnensturm ermöglichte die Beobachtung des seltenen Phänomens
Der Zwann-Wolff-Effekt ist ein physikalischer Prozess, der durch die Wechselwirkung geladener Teilchen mit Magnetfeldern in den oberen Atmosphärenschichten entsteht. Bislang wurde dieses Phänomen nur auf Planeten mit einer ausgeprägten Magnetosphäre beobachtet.
Der Mars hingegen verlor sein globales Magnetfeld bereits vor Milliarden von Jahren. Deshalb gingen Forscher davon aus, dass ein solcher Effekt dort nicht auftreten könne.
Die außergewöhnlich starke Sonnenaktivität Ende 2023 schuf jedoch Bedingungen, unter denen die Instrumente von MAVEN ungewöhnliche Prozesse in der Marsatmosphäre registrieren konnten. Die Auswertung der Messdaten ergab Merkmale, die mit dem Zwann-Wolff-Effekt übereinstimmen.
Entdeckung verändert das Verständnis der Marsatmosphäre
Nach Angaben der Wissenschaftler zeigen die Ergebnisse, dass derartige Prozesse auch ohne ein globales Magnetfeld entstehen können. Dies deutet darauf hin, dass die Wechselwirkungen zwischen Sonnenwind und der Marsatmosphäre komplexer sind als bisher angenommen.
Die Beobachtungen stellen den ersten Nachweis dafür dar, dass der Zwann-Wolff-Effekt auch auf Planeten auftreten kann, die ihren magnetischen Schutzschild verloren haben. Künftige Analysen der MAVEN-Daten sollen klären, welche Mechanismen hinter diesem Phänomen stehen und welchen Einfluss es auf die Atmosphäre des Roten Planeten hat.
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