Im Schweizer Kanton Zug hat sich auf einem Bauernhof ein tödlicher Arbeitsunfall ereignet. Ein 69-jähriger Landwirt kam ums Leben, nachdem er während der Arbeit in eine Güllegrube gestürzt war. Vier Männer, die ihn retten wollten, erlitten schwere Verletzungen durch giftige Gase. Schreibt bankrecht-ratgeber mit Bezug auf agrarheute.
Der Unfall ereignete sich am Morgen des 25. Juni auf einem Bauernhof bei Hinterberg in der Gemeinde Walchwil. Nach Angaben der Zuger Polizei arbeitete der Landwirt kurz vor 9.30 Uhr an der Güllegrube, als er aus bislang ungeklärter Ursache hineinstürzte.
Vier Männer werden bei Rettungsversuch schwer verletzt
Zwei Männer im Alter von 24 und 53 Jahren beobachteten den Unfall und eilten sofort zur Hilfe. Während des Rettungsversuchs atmeten sie jedoch gefährliche Gase ein, die sich in der Güllegrube angesammelt hatten, und wurden schwer verletzt.
Kurz darauf bemerkten zwei weitere Männer im Alter von 21 und 37 Jahren die Situation und versuchten ebenfalls zu helfen. Auch sie kamen mit den giftigen Gasen in Kontakt und erlitten schwere Verletzungen.
Rettungskräfte trafen wenig später am Unfallort ein. Drei der Verletzten wurden mit Rettungshubschraubern in Krankenhäuser geflogen, ein weiterer Mann wurde mit einem Rettungswagen transportiert.
Feuerwehr birgt den Landwirt – jede Hilfe kommt zu spät
Feuerwehrkräfte aus Walchwil, ausgerüstet mit Atemschutzgeräten, bargen den 69-Jährigen aus der Güllegrube. Unterstützt wurden sie dabei von der Feuerwehr Zug.
Trotz sofort eingeleiteter medizinischer Maßnahmen konnte das Leben des Landwirts nicht mehr gerettet werden. Er starb noch am Unfallort.
Zur Betreuung der Betroffenen wurde ein Care-Team eingesetzt. Zudem waren Fachleute der Beratungsstelle für Unfallverhütung in der Landwirtschaft (BUL) vor Ort. Die Zuger Polizei hat Ermittlungen aufgenommen, um die Ursache des Unglücks und den genauen Unfallhergang zu klären.
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