Zwei Mitarbeiter des Frankfurter Flughafens sind an Malaria gestorben. Zunächst war nur ein Todesfall bekannt. Insgesamt wurde die Krankheit bei sechs Beschäftigten diagnostiziert, wie der Flughafenbetreiber Fraport und das Robert Koch-Institut (RKI) mitteilten. Schreibt bankrecht-ratgeber mit Bezug auf hessenschau.
Erster Todesfall ereignete sich im Juli
Nach Angaben des Frankfurter Gesundheitsamtes starb der erste Mitarbeiter Anfang Juli 2026. Die genaue Todesursache konnte erst nach weiteren medizinischen Untersuchungen festgestellt werden.
Der zweite Todesfall wurde im August registriert. Darüber hatte Fraport bereits zuvor informiert. Der Flughafenbetreiber sprach den Angehörigen der Verstorbenen sein Mitgefühl aus.
Alle sechs Erkrankten waren am Frankfurter Flughafen beschäftigt. Die übrigen infizierten Mitarbeiter werden medizinisch betreut und entsprechend behandelt.
Infektionen vermutlich durch eingeschleppte Mücken
Die Behörden gehen davon aus, dass infizierte Mücken aus einem Malaria-Endemiegebiet nach Deutschland gelangt sein könnten. Möglicherweise wurden die Insekten im Juli im Frachtraum eines Flugzeugs oder im Gepäck eingeschleppt.
Auf dem Flughafengelände wurden spezielle Mückenfallen aufgestellt. Mehrere Insekten konnten bereits gefangen und zur Untersuchung in ein Labor gebracht werden. Dort soll festgestellt werden, ob sie Malariaerreger übertragen konnten.
Nach Angaben des Robert Koch-Instituts stehen die im Juli und August bei Bewohnern des Rhein-Main-Gebiets registrierten Fälle vermutlich mit deren Tätigkeit am Frankfurter Flughafen in Verbindung. Ärzte in der Region wurden über die Erkrankungen informiert.
Flughafenmitarbeiter über Symptome informiert
Fraport verschickte ein Informationsschreiben an alle Inhaber eines Flughafenausweises. Die Beschäftigten wurden aufgefordert, bei typischen Beschwerden umgehend einen Arzt aufzusuchen und auf ihre Tätigkeit am Flughafen hinzuweisen.
Zu den möglichen Malariasymptomen gehören:
- hohes Fieber;
- Schüttelfrost;
- Kopfschmerzen;
- Verwirrtheit;
- Krampfanfälle;
- Atembeschwerden.
Ohne rechtzeitige Behandlung kann Malaria lebensbedrohlich verlaufen.
Was ist Flughafenmalaria?
Als Flughafenmalaria werden seltene Infektionen bezeichnet, die außerhalb der üblichen Malaria-Endemiegebiete auftreten. Übertragen wird die Krankheit durch infizierte Mücken, die unbeabsichtigt in Flugzeugen, Frachträumen oder Gepäckstücken transportiert werden.
Eine Ansteckung kann im Flugzeug, auf dem Flughafengelände oder in dessen unmittelbarer Umgebung erfolgen. Eine direkte Übertragung von Mensch zu Mensch spielt bei der Flughafenmalaria nach Angaben des Frankfurter Gesundheitsamtes keine Rolle.
Auch in Deutschland kommen einige Mückenarten der Gattung Anopheles vor, die unter bestimmten Umweltbedingungen Malariaerreger übertragen könnten. Entsprechende Fälle wurden bislang jedoch nur äußerst selten registriert.
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