Die Schwester von Catherine, Prinzessin von Wales, steht erneut wegen eines Streits rund um ihre Immobilie in Berkshire in den Schlagzeilen. Pippa Matthews und ihr Ehemann James Matthews haben einen Konflikt um einen Parkplatz auf dem Gelände ihres Millionen-Anwesens Barton Court verloren. Anwohner hatten sich gegen das Bauprojekt ausgesprochen, während die zuständigen Behörden zu dem Schluss kamen, dass die Anlage gegen Vorgaben für das geschützte Landschaftsgebiet verstößt. Nun soll die für mehrere Fahrzeuge ausgelegte Fläche wieder entfernt werden. Schreibt bankrecht-ratgeber mit Bezug auf gala.
Das Vermögen der Familie wird auf rund 15 Millionen Pfund geschätzt. Dennoch sorgt der umfangreiche Immobilienbesitz der Matthews immer wieder für Auseinandersetzungen mit der Nachbarschaft. Bereits zuvor hatte es Streit um den Zugang zum Grundstück und um Veränderungen gegeben, die gewohnte Wege der Anwohner betrafen.
Parkplatz für sechs Autos ohne vorherige Genehmigung gebaut
Auslöser des neuen Konflikts ist eine Parkfläche für sechs Fahrzeuge in der Nähe von Barton Court. Britischen Medien zufolge wurde sie angelegt, ohne zuvor die notwendige Baugenehmigung einzuholen.
Das Projekt stieß bei Bewohnern der umliegenden Häuser auf Widerstand. Sie wandten sich an die örtlichen Behörden und argumentierten, die neue Parkfläche verändere das Erscheinungsbild der ländlichen Umgebung deutlich und passe nicht zum Charakter der geschützten Landschaft.
Die Familie Matthews versuchte, den Erhalt der Anlage durchzusetzen. Ihre Argumente überzeugten die Planungsbehörden jedoch nicht. Die Berufung wurde abgelehnt, sodass das Ehepaar den Parkplatz nun auf eigene Kosten zurückbauen muss.
Besonders relevant ist die Lage des Anwesens. Barton Court befindet sich in den Wessex Downs, die für ihre hügelige Kreidelandschaft, Wälder und historischen Gebäude bekannt sind. Für Bauvorhaben und Veränderungen des Landschaftsbildes gelten dort besonders strenge Vorgaben.
Ein Vertreter der zuständigen Bau- und Planungsbehörde erklärte, die neue Fläche bringe einen deutlich urbanen Charakter in die ländliche Umgebung und beeinträchtige damit das Erscheinungsbild des Schutzgebiets.
Pippa und James Matthews hatten unter anderem erklärt, die Parkmöglichkeit werde auch von Menschen genutzt, die zum Angeln in die Gegend kommen. Dieses Argument änderte jedoch nichts an der Entscheidung.
Anwohner warnen vor Überschwemmungsgefahr und Verkehrsrisiken
Die Einwände der Nachbarn bezogen sich nicht ausschließlich auf das Aussehen der Anlage. Im Verfahren wurde auch die Frage aufgeworfen, ob die neue Fläche das Risiko von Überschwemmungen in der Umgebung erhöhen könnte.
Ein weiterer Kritikpunkt war die Verkehrssicherheit. Anwohner erklärten, parkende Fahrzeuge könnten die Sicht auf der Straße einschränken und dadurch zusätzliche Gefahren schaffen.
Darüber hinaus warfen Gegner des Projekts der Familie Matthews vor, bei der Wahl des Standorts vor allem die eigenen Interessen verfolgt zu haben. Ihrer Darstellung zufolge wollten die Eigentümer vermeiden, dass geparkte Autos die Aussicht vom eigentlichen Anwesen beeinträchtigen, und hätten die Parkfläche deshalb an einem anderen Teil des Grundstücks angelegt.
Nach Prüfung der Einwände wurde eine nachträgliche Genehmigung nicht erteilt. Damit muss die Fläche entfernt und das Grundstück wieder in einen Zustand versetzt werden, der den geltenden Vorgaben entspricht.
Familie kaufte Barton Court im Jahr 2022
Pippa und James Matthews erwarben Barton Court im Jahr 2022. Das große historische Anwesen verfügt über mehr als 30 Räume und liegt in einer ländlich geprägten Gegend von Berkshire.
Das Ehepaar zog dort gemeinsam mit seinen Kindern Arthur, Grace und Rose ein. Als einer der Gründe für die Wahl des Anwesens galt der Wunsch, abseits des städtischen Trubels zu leben und die Kinder inmitten der Natur aufwachsen zu lassen.
Der historische Charakter des Gebäudes und seine Lage in einem besonders geschützten Gebiet schränken zugleich die Möglichkeiten für Umbauten auf dem Grundstück ein. Größere Veränderungen müssen mit den zuständigen Planungsbehörden abgestimmt werden.
Der aktuelle Konflikt ist nicht die erste größere Auseinandersetzung zwischen den Eigentümern von Barton Court und der örtlichen Bevölkerung.
Schon früher gab es Streit um einen beliebten Fußweg
Kurz nach dem Einzug der Familie Matthews protestierten Anwohner gegen die Einschränkung des Zugangs durch die Tore des Anwesens. Im Mittelpunkt stand damals ein Weg im Bereich der Mill Lane, den Menschen aus der Umgebung über viele Jahre genutzt hatten.
Unter dem früheren Eigentümer war der Pfad für Fußgänger zugänglich geblieben. Deshalb sorgte die Entscheidung, den Durchgang zu beschränken, für erheblichen Unmut. Anwohner argumentierten, dass der Weg über Jahrzehnte hinweg zu einem festen Bestandteil der örtlichen Infrastruktur geworden sei.
Für die Familie Matthews stand dagegen die Privatsphäre und Sicherheit des privaten Grundstücks im Vordergrund. Aus Sicht der Bewohner bedeutete die Sperrung jedoch den Verlust eines traditionellen Zugangs zur umliegenden Landschaft.
Der neue Streit um den Parkplatz rückt das Verhältnis zwischen den Besitzern von Barton Court und ihren Nachbarn erneut in den Mittelpunkt. Diesmal endete das Verfahren zugunsten der Gegner des Bauprojekts, und die umstrittene Parkfläche muss zurückgebaut werden.
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