Die Netflix-Dokumentation Maternal Instinct erzählt die Geschichte eines der schockierendsten Verbrechen der vergangenen Jahre in den Vereinigten Staaten. Im Mittelpunkt steht die Ermordung der 21-jährigen Reagan Simmons Hancock aus Texas, deren Leiche im Oktober 2020 entdeckt wurde. Die junge Frau war hochschwanger, ihr ungeborenes Kind wurde aus ihrem Körper entnommen und entführt. Schreibt bankrecht-ratgeber mit Bezug auf time.
Die Ermittlungen führten schließlich zu der damals 27-jährigen Taylor Parker. Sie wurde 2022 wegen Mordes unter erschwerenden Umständen verurteilt und zum Tode verurteilt. Bis heute befindet sie sich im Todestrakt des Bundesstaates Texas.
Eine Schwangerschaft, die nie existierte
Nach Angaben der Ermittler begann die Geschichte bereits im Jahr 2019, als Taylor Parker eine Beziehung mit Wade Griffin einging. Über Monate hinweg überzeugte sie ihr Umfeld davon, schwanger zu sein, obwohl dies nicht der Realität entsprach.
Während des späteren Gerichtsverfahrens sagten Zeugen aus, dass Parker eine Gender-Reveal-Party organisiert, angebliche Ultraschallbilder vorgelegt und zahlreiche Details erfunden hatte, um ihre Geschichte glaubwürdig erscheinen zu lassen. Um eine Schwangerschaft vorzutäuschen, soll sie spezielle Polster verwendet und medizinische Nachweise manipuliert haben.
In der Dokumentation erklärt ihr damaliger Partner, dass er keinen Anlass gehabt habe, an ihren Angaben zu zweifeln. Die Corona-Pandemie habe es ihr zudem ermöglicht, seine Teilnahme an Arztterminen mit Verweis auf die geltenden Einschränkungen zu verhindern.
Kontakt zum späteren Opfer
Parallel dazu lernte Parker die junge Mutter Reagan Simmons Hancock aus der Stadt New Boston in Texas kennen. Hancock erwartete zu diesem Zeitpunkt die Geburt ihrer zweiten Tochter.
Die beiden Frauen standen zunächst aus beruflichen Gründen in Kontakt. Hancock hatte Parker für ein Fotoshooting engagiert, weshalb ihre Anwesenheit im Umfeld der Familie keinerlei Verdacht erregte.
Anfang Oktober 2020 befand sich Hancock bereits in den letzten Wochen ihrer Schwangerschaft.
Der Tag des Verbrechens
Am 9. Oktober 2020 wurde Reagan Simmons Hancock tot in ihrem Haus aufgefunden. Nach Angaben der Ermittler erlitt sie zahlreiche Stichverletzungen sowie schwere Verletzungen durch stumpfe Gewalteinwirkung.
Die Staatsanwaltschaft erklärte später, dass während des Angriffs das ungeborene Kind aus ihrem Körper entfernt wurde. Im Haus befand sich außerdem die dreijährige Tochter des Opfers, die körperlich unverletzt blieb.
Das Neugeborene, das später als Braxlynn Sage identifiziert wurde, wurde vom Tatort mitgenommen.
Eine Verkehrskontrolle bringt die Wahrheit ans Licht
Noch am selben Tag stoppte die Polizei Taylor Parker nahe der Stadt De Kalb wegen auffälliger Fahrweise.
Gegenüber den Beamten behauptete sie, gerade ein Kind zur Welt gebracht zu haben und dass das Baby nicht mehr atme. Parker und das Neugeborene wurden daraufhin in ein Krankenhaus im Bundesstaat Oklahoma gebracht.
Dort stellten Ärzte jedoch schnell fest, dass Parker keine Anzeichen einer kürzlich erfolgten Geburt aufwies. Weitere Untersuchungen ergaben zudem, dass bei ihr bereits zuvor eine Hysterektomie durchgeführt worden war – eine operative Entfernung der Gebärmutter, die eine Schwangerschaft unmöglich macht.
Ein späterer DNA-Test bestätigte schließlich, dass das Kind die Tochter von Reagan Simmons Hancock war.
Prozess und Todesurteil
Während des Gerichtsverfahrens präsentierte die Staatsanwaltschaft forensische Beweise, Zeugenaussagen und medizinische Gutachten, die nach Auffassung der Anklage auf eine geplante Tat hindeuteten.
Die Ermittler kamen zu dem Schluss, dass die monatelang aufrechterhaltene Lüge über eine Schwangerschaft schließlich in dem Versuch gipfelte, ein fremdes Kind als das eigene auszugeben.
Der Prozess dauerte mehrere Wochen. Mehr als 100 Zeugen, darunter Kriminaltechniker, Ermittler, Bekannte der Angeklagten sowie Angehörige des Opfers, wurden angehört.
Am 3. Oktober 2022 befand eine Jury Taylor Parker des Mordes unter erschwerenden Umständen für schuldig. Anschließend wurde sie zum Tode verurteilt.
Berufungen bleiben erfolglos
Nach dem Urteil legte die Verteidigung mehrfach Rechtsmittel ein. Die zuständigen Gerichte bestätigten jedoch sowohl den Schuldspruch als auch das Strafmaß.
Stand 2026 befindet sich Taylor Parker weiterhin im Todestrakt von Texas. Nach Angaben des texanischen Justizvollzugs gehört sie zu einer kleinen Gruppe von Frauen, die dort auf die Vollstreckung ihres Todesurteils warten.
lesen Sie auch: Nach dem Erfolg von „Off Campus“: Prime Video startet neue Bestseller-Verfilmung

