In der Nacht zum 11. Juni haben die Vereinigten Staaten eine Reihe von Angriffen auf militärische Ziele im Iran durchgeführt. Das für den Nahen Osten zuständige US-Zentralkommando (CENTCOM) erklärte, die Operation sei eine Reaktion auf die anhaltenden Aktivitäten Teherans gewesen und im Rahmen der Selbstverteidigung erfolgt. Schreibt bankrecht-ratgeber mit Bezug auf tagesschau.
Nach Angaben der US-Seite wurden militärische Überwachungsanlagen, Kommunikationssysteme, Luftverteidigungseinrichtungen sowie weitere militärische Infrastruktur in verschiedenen Teilen des Landes getroffen.
Als Reaktion darauf erklärte die iranische Militärführung, die Straße von Hormus – eine der wichtigsten Routen für den weltweiten Öl- und Gashandel – vollständig gesperrt zu haben. In einer über das Staatsradio verbreiteten Erklärung hieß es, jedes Schiff, das die Meerenge passieren wolle, könne angegriffen werden. Zudem wurde berichtet, dass auf zwei Schiffe das Feuer eröffnet worden sei.
CENTCOM wies diese Angaben jedoch zurück und erklärte, dass der kommerzielle Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus weiterhin ungehindert verlaufe. Iranische Staatsmedien bezeichneten die amerikanischen Aussagen wiederum als falsch.
Trump wirft Iran Verletzung der Waffenruhe vor
US-Präsident Donald Trump erklärte, der Iran habe eine schwerwiegende Verletzung der Waffenruhe begangen, die seinen Angaben zufolge in den vergangenen zwei Monaten gegolten habe. Welcher konkrete Vorfall den Vorwurf ausgelöst habe, ließ er offen.
Medienberichten zufolge signalisierte Trump die Bereitschaft, die Bombardierungen rasch einzustellen, falls Teheran einem Rahmenabkommen zur Beendigung des Konflikts zustimme. Andernfalls drohte er mit weiteren umfangreichen Militärschlägen.
USA setzen Tomahawk-Marschflugkörper ein
Nach Angaben amerikanischer Medien wurden bei den nächtlichen Angriffen Dutzende Tomahawk-Marschflugkörper eingesetzt. Einige Ziele befanden sich nur wenige Dutzend Kilometer von der iranischen Hauptstadt Teheran entfernt.
Iranische Staatsmedien berichteten über Explosionen in mehreren Städten entlang der Südküste des Landes. Demnach wurden Explosionen in der Nähe von Minab, Sirik, auf der Insel Qeschm sowie im Hafen von Bandar Abbas registriert. Nach ersten Informationen wurden mindestens zwei Menschen verletzt.
Darüber hinaus wurden Explosionen in Karadsch, unweit der Hauptstadt Teheran, gemeldet. Auch Drohnen sollen westlich der Stadt gesichtet worden sein.
Bereits am Vorabend hatten US-Streitkräfte iranische Luftverteidigungssysteme, Radaranlagen und Kommandozentralen angegriffen, nachdem ein amerikanischer Kampfhubschrauber abgeschossen worden war. Teheran reagierte darauf mit Angriffen auf US-Militärstützpunkte in der Golfregion.
Iran meldet Angriffe auf US-Stützpunkte
Die iranischen Streitkräfte erklärten, eine neue Angriffswelle gegen amerikanische Einrichtungen in der Region gestartet zu haben. Dabei seien unter anderem Kamikaze-Drohnen gegen das Hauptquartier der US-Marine in Bahrain eingesetzt worden. Nach iranischen Angaben galten die Angriffe insbesondere Patriot-Luftabwehrsystemen.
Die mächtigen Revolutionsgarden erklärten außerdem, zwei US-Luftwaffenstützpunkte in Kuwait sowie einen weiteren Stützpunkt in Bahrain angegriffen zu haben. Insgesamt seien laut Teheran 18 Ziele attackiert worden.
Zudem berichtete die iranische Nachrichtenagentur Tasnim, dass zwölf ballistische Raketen auf amerikanische Flugzeuge auf dem Luftwaffenstützpunkt Al-Azraq in Jordanien abgefeuert worden seien. Eine Bestätigung dieser Angaben durch die USA oder Jordanien liegt bislang nicht vor.
Vor dem Hintergrund der zunehmenden Spannungen rief Bahrain erhöhte Alarmbereitschaft aus und forderte die Bevölkerung auf, Schutzräume aufzusuchen. Kuwait schloss wegen der Gefahr weiterer Angriffe vorübergehend seinen Luftraum, öffnete ihn jedoch später wieder.
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