Der Bahnverkehr zwischen Kiel und Rendsburg läuft seit dem Morgen des 15. Juli wieder planmäßig. Einen Tag zuvor war ein Regionalzug der Nordbahn an einem Bahnübergang bei Achterwehr mit einem Traktor und dessen Anhänger zusammengestoßen. Wegen der Bergungsarbeiten und anschließender Kontrollen blieb die Strecke bis zum Betriebsschluss gesperrt. Website Imowell.de berichtet unter Berufung auf kn-online. Schreibt bankrecht-ratgeber mit Bezug auf kn-online.
Traktor bleibt offenbar auf Bahnübergang stehen
Zu dem Unfall kam es am Dienstag gegen 14.30 Uhr am Bahnübergang Inspector-Weimar-Weg in der Nähe der Autobahn A210. Der Übergang ist nach Angaben der Bundespolizei mit einer Lichtzeichenanlage sowie Halbschranken gesichert.
Nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen gelang es dem Fahrer des Traktors nicht, den Gleisbereich rechtzeitig zu verlassen. Die Behörden untersuchen, ob möglicherweise ein technischer Defekt an dem landwirtschaftlichen Fahrzeug dafür verantwortlich war.
Der Lokführer des herannahenden Regionalzuges reagierte mit einer Schnellbremsung. Der Zusammenstoß ließ sich dennoch nicht mehr verhindern. Der Zug erfasste den Anhänger des Traktors und wurde im Frontbereich erheblich beschädigt.
Mehrere Menschen nach Zusammenstoß medizinisch versorgt
Im Regionalzug befanden sich zum Unfallzeitpunkt insgesamt 64 Fahrgäste sowie zwei Beschäftigte der Nordbahn.
Der Lokführer und der Zugbegleiter zogen sich nach Angaben der Polizei leichte Verletzungen zu. Eine Reisende berichtete über Schmerzen und wurde vorsorglich zur weiteren Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht.
Elf weitere Fahrgäste wurden noch am Unfallort von Rettungskräften untersucht. Eine stationäre Behandlung war bei ihnen nicht erforderlich. Sie konnten ihre Reise nach Abschluss der medizinischen Kontrolle fortsetzen.
Über mögliche Verletzungen des Traktorfahrers lagen zunächst keine bestätigten Informationen vor.
Schwer beschädigter Regionalzug musste abgeschleppt werden
Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Zug so stark beschädigt, dass eine Weiterfahrt aus eigener Kraft ausgeschlossen war. Auch Teile des Traktors und des Anhängers blockierten nach dem Unfall den Gleisbereich.
Gegen 18.20 Uhr hoben Einsatzkräfte den vorderen Teil des landwirtschaftlichen Fahrzeugs mit einem Spezialkran von den Schienen. Erst danach konnte mit der aufwendigen Bergung des Regionalzuges begonnen werden.
Der beschädigte Zug wurde schließlich am späten Abend in Richtung Rendsburg abgeschleppt. Bis zum Ende des Betriebstages blieb die Verbindung zwischen Kiel und Rendsburg vollständig unterbrochen.
Für Reisende bedeutete die Sperrung erhebliche Einschränkungen. Züge konnten den betroffenen Streckenabschnitt nicht passieren, während Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst und Bahnmitarbeiter am Unfallort im Einsatz waren.
Gleise und Bahnanlagen blieben unbeschädigt
Nach Abschluss der Bergungsarbeiten kontrollierten Fachkräfte in der Nacht die Gleise, das Gleisbett und weitere Teile der Bahninfrastruktur. Dabei wurden nach Angaben der Verantwortlichen keine Schäden festgestellt, die einer Wiederaufnahme des Verkehrs entgegenstanden.
Der reguläre Zugbetrieb konnte deshalb mit Betriebsbeginn am Mittwochmorgen wieder aufgenommen werden. Die Regionalzüge verkehren seitdem erneut zwischen Kiel und Rendsburg.
Einschränkungen bestehen weiterhin direkt am betroffenen Bahnübergang. Die Halbschranken wurden bei dem Zusammenstoß beschädigt und konnten bislang nicht vollständig repariert werden.
Züge müssen vor Bahnübergang anhalten
Bis zur Instandsetzung der Sicherungsanlage gelten am Inspector-Weimar-Weg besondere Sicherheitsvorgaben. Züge dürfen den Bahnübergang derzeit nur mit deutlich reduzierter Geschwindigkeit passieren.
Vor dem Übergang müssen die Lokführer vollständig abbremsen und den Zug zum Stillstand bringen. Anschließend wird ein akustisches Warnsignal abgegeben, bevor der Zug langsam über den Bahnübergang fährt.
Mit diesem Verfahren soll der Bahnverkehr trotz der beschädigten Schrankenanlage sicher aufrechterhalten werden. Die Reparaturarbeiten an der technischen Sicherung des Übergangs dauern an.

