Die deutsche Schauspielerin Franka Potente hat bestätigt, dass ihre Ehe mit dem US-Schauspieler Derek Richardson beendet ist. Das Paar lebte 14 Jahre lang in einer Ehe und hat zwei gemeinsame Töchter. In einem aktuellen Interview sprach Potente erstmals offen über die Trennung, ihre familiäre Situation und die schwierigen Arbeitsbedingungen in der amerikanischen Filmbranche. Schreibt bankrecht-ratgeber mit Bezug auf t-online.
Franka Potente und Derek Richardson sind seit drei Jahren getrennt
Die Trennung erfolgte nach Angaben der Schauspielerin bereits vor rund drei Jahren. Öffentlich bekannt wurde das Ehe-Aus jedoch erst jetzt. Potente erklärte in einem Gespräch mit der Wochenzeitung „Die Zeit“, dass sie und Richardson inzwischen geschieden seien.
Trotz der Trennung bestehe zwischen den ehemaligen Partnern weiterhin ein gutes und freundschaftliches Verhältnis. Beide leben nach wie vor in Los Angeles und kümmern sich gemeinsam um ihre Töchter Poppy und Georgie. Die Mädchen sind derzeit 15 und 13 Jahre alt.
Weitere Einzelheiten zur Scheidung nannte Potente nicht. Auch zu den konkreten Ursachen für das Ende der Ehe äußerte sie sich nicht. Die Schauspielerin machte deutlich, dass sie ihr Privatleben und insbesondere ihre Familie weiterhin schützen möchte.
Die Veränderungen in Hollywood treffen viele Schauspieler
Neben der Trennung sprach Franka Potente ausführlich über die wirtschaftliche Lage der Film- und Fernsehbranche in den USA. Nach ihrer Einschätzung hat sich Hollywood in den vergangenen Jahren deutlich verändert. Vor allem die wachsende Bedeutung der Streaminganbieter habe bestehende Produktions- und Beschäftigungsmodelle grundlegend verschoben.
Für viele Schauspieler seien regelmäßige Engagements inzwischen schwieriger zu bekommen. Potente berichtete, dass zahlreiche Kollegen aktuell keine Arbeit hätten. Einige hätten Los Angeles aus finanziellen Gründen verlassen müssen oder seien im Alter von über 40 Jahren wieder zu ihren Eltern gezogen.
Die hohen Lebenshaltungskosten in der kalifornischen Metropole verschärften die Situation zusätzlich. Selbst Schauspieler mit langjähriger Berufserfahrung könnten sich das Leben in Los Angeles ohne laufende Produktionen oder andere Einnahmequellen teilweise nicht mehr leisten.
Deshalb arbeitet Potente wieder häufiger als Schauspielerin
Franka Potente hatte sich in den vergangenen Jahren verstärkt für Tätigkeiten hinter der Kamera interessiert. Unter anderem arbeitete sie als Regisseurin und Drehbuchautorin. Dennoch übernimmt sie inzwischen wieder häufiger Rollen vor der Kamera.
Dabei spielen nach ihren eigenen Angaben auch finanzielle Gründe eine Rolle. Ihre beiden Töchter besuchen eine private katholische Mädchenschule in Los Angeles. Potente entschied sich für diese Einrichtung, weil sie mit der Qualität der öffentlichen Schulen nicht zufrieden gewesen sei.
Obwohl es sich nach ihrer Darstellung um eine vergleichsweise günstige Privatschule handelt, entstehen für die Familie hohe laufende Kosten. Um diese Ausgaben dauerhaft finanzieren zu können, setzt Potente ihre Arbeit als Schauspielerin fort und nimmt wieder verstärkt Film- und Fernsehangebote an.
Internationale Bekanntheit durch „Lola rennt“ und „Bourne“
Franka Potente gelang 1998 mit dem Film „Lola rennt“ der internationale Durchbruch. Der von Tom Tykwer inszenierte Thriller machte sie auch außerhalb Deutschlands bekannt und wurde zu einem der erfolgreichsten deutschen Kinofilme der 1990er-Jahre.
Später wechselte Potente nach Hollywood und spielte unter anderem an der Seite von Matt Damon in „Die Bourne Identität“. Es folgten weitere Rollen in internationalen Kino- und Fernsehproduktionen sowie eigene Projekte als Autorin und Regisseurin.
Die Schauspielerin erklärte, dass es weiterhin zahlreiche Rollen gebe, die sie interessieren würden. Gleichzeitig wolle sie sich nicht mit Projekten beschäftigen, die sie in der Vergangenheit nicht erhalten habe.
Für ihre persönliche und berufliche Zufriedenheit seien keine großen Mengen an Produktionen erforderlich. Ein oder zwei gute Projekte pro Jahr, ein verlässliches Einkommen und ausreichend Zeit mit ihren Kindern seien für sie entscheidend.

