Der Vollmond Ende August trägt mehrere traditionelle Namen. Im deutschsprachigen Raum ist unter anderem die Bezeichnung Erntemond verbreitet. Das helle Mondlicht ermöglichte es den Landwirten früher, auch nach Sonnenuntergang auf den Feldern zu arbeiten und die Ernte einzubringen. Schreibt bankrecht-ratgeber mit Bezug auf web.de.
In Nordamerika wird der August-Vollmond dagegen häufig als Störmond beziehungsweise Sturgeon Moon bezeichnet. Gelegentlich wird das deutsche Wort „Störmond“ fälschlicherweise mit dem Verb „stören“ in Verbindung gebracht. Tatsächlich bezieht sich der Name auf den Fisch Stör.
Woher die Bezeichnung „Störmond“ stammt
Der Name geht auf die Traditionen indigener Völker im Nordosten der heutigen USA und Kanadas zurück. Für algonkinsprachige Gemeinschaften war der August eine Zeit, in der in den Großen Seen und im Lake Champlain besonders viele See-Störe gefangen wurden.
Der große Süßwasserfisch spielte eine wichtige Rolle bei der Versorgung der dort lebenden Menschen. Der saisonale Fischfang gab dem entsprechenden Mondzyklus seinen Namen. Später wurde die Bezeichnung von europäischen Siedlern und populären Kalendern übernommen. Die Namensgebung wird außerdem damit erklärt, dass Störe im Spätsommer leichter zu fangen waren als zu anderen Jahreszeiten.
Andere indigene Völker verwendeten eigene Namen für den August-Vollmond. Bei den Cree in Kanada ist beispielsweise die Bezeichnung „Mond der auffliegenden Jungvögel“ bekannt, da viele junge Vögel in dieser Zeit erstmals selbstständig fliegen. Weitere überlieferte Namen sind „Roter Mond“, „Maismond“ und „Gerstenmond“.
Wann der Vollmond im August 2026 eintrat
Seine exakte Vollmondphase erreichte der Mond am 28. August um 04:18 Uhr koordinierter Weltzeit. In Deutschland entsprach dies 06:18 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit. Für das bloße Auge wirkte der Mond in drei aufeinanderfolgenden Nächten – vom 27. bis zum 29. August – vollständig beleuchtet.
Der August-Vollmond fiel 2026 mit einer partiellen Mondfinsternis zusammen. Dieses Phänomen entsteht, wenn die Erde zwischen Sonne und Mond steht und ihr natürlicher Satellit durch den Erdschatten wandert.
Astronomischen Berechnungen zufolge wurde die größte Finsternisphase gegen 04:13 Uhr UTC erreicht. Das Ereignis war in Nord- und Südamerika sowie in Teilen Europas und Afrikas zu beobachten. Die NASA führt das Ereignis als partielle Mondfinsternis mit einer Kernschatten-Magnitude von 0,9299.
Fast der gesamte Mond lag im Erdschatten
Während der maximalen Phase bedeckte der dunkle Kernschatten der Erde fast die gesamte sichtbare Mondoberfläche. Nach Berechnungen von Timeanddate waren rund 96 Prozent der Mondscheibe verdunkelt. Das Ereignis konnte deshalb optisch beinahe wie eine totale Mondfinsternis wirken. Die Mondfinsternis vom 27. auf den 28. August zählt zu den besonders tiefen partiellen Finsternissen.
Nur ein schmaler heller Rand blieb außerhalb des Kernschattens. Große Teile der Mondscheibe konnten eine kupferfarbene, ziegelrote oder dunkelrote Färbung annehmen. Diese entsteht, weil das Sonnenlicht die Erdatmosphäre durchquert: Kurzwelliges blaues Licht wird stärker gestreut, während rote Lichtanteile die Mondoberfläche erreichen.
Trotz der auffälligen Färbung blieb das Ereignis astronomisch eine partielle Mondfinsternis. Die Bezeichnung „Blutmond“ ist kein offizieller Fachbegriff. In populären Veröffentlichungen wird sie meist für total verfinsterte und dabei rötlich erscheinende Vollmonde verwendet.
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