Zum Tod der US-Schauspielerin Hayden Panettiere sind neue Details bekannt geworden. Nach bisherigen Erkenntnissen der Ermittler könnte eine mit Fentanyl versetzte Oxycodon-Tablette die Ursache gewesen sein. Die Behörden untersuchen zudem, woher das Medikament stammte und ob es eine Verbindung zum illegalen Handel mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln gibt. Schreibt bankrecht-ratgeber mit Bezug auf tagesspiegel.
Was über die mögliche Todesursache bekannt ist
Die US-Schauspielerin Hayden Panettiere, bekannt aus den Serien „Heroes“ und „Nashville“ sowie aus Filmen der „Scream“-Reihe, soll vor ihrem Tod ein starkes Schmerzmittel eingenommen haben.
Nach den bislang bekannt gewordenen Informationen handelte es sich um eine Oxycodon-Tablette, die mit Fentanyl verunreinigt gewesen sein könnte. Das synthetische Opioid ist hochwirksam und kann bereits in sehr geringen Mengen lebensgefährlich sein.
Die Ermittler gehen offenbar der Frage nach, ob Panettiere überhaupt wusste, dass sich Fentanyl in dem Präparat befand. Nach derzeitigen Erkenntnissen könnte die Tablette außerhalb des regulären Apotheken- und Gesundheitssystems beschafft worden sein.
Die Schauspielerin starb im August 2026 in Greenville im US-Bundesstaat South Carolina. Sie wurde 36 Jahre alt.
Was am Tag ihres Todes geschah
Die Polizei wurde wegen einer bewusstlosen Frau zu einer Wohnung in Greenville gerufen. Als die Beamten eintrafen, waren bereits Rettungskräfte vor Ort.
Sanitäter versuchten, Panettiere wiederzubeleben. Die Reanimationsmaßnahmen blieben jedoch erfolglos. Die Schauspielerin wurde noch vor Ort für tot erklärt.
Den Ermittlungsunterlagen zufolge hatte Brian Hickerson, mit dem Panettiere eine Beziehung geführt haben soll, die Polizei verständigt. Auch dessen Bruder Zach befand sich demnach zu diesem Zeitpunkt in der Wohnung.
Hickerson zeigte den Beamten außerdem eine Tasche mit Medikamenten, die Panettiere eingenommen haben soll. Welche Präparate sich darin genau befanden, wurde bislang nicht vollständig öffentlich gemacht.
US-Drogenbehörde DEA beteiligt sich an den Ermittlungen
Auch die US-Drogenbehörde DEA ist an den Ermittlungen zum Tod der Schauspielerin beteiligt. Im Mittelpunkt steht unter anderem die Frage, woher die Medikamente stammten, die Panettiere vor ihrem Tod möglicherweise eingenommen hatte.
Die Ermittler versuchen nachzuvollziehen, wo die Präparate gekauft wurden und wer an ihrer Weitergabe beteiligt gewesen sein könnte.
Zu den Medikamenten soll auch Oxycodon gehört haben. Dabei handelt es sich um ein stark wirksames Opioid-Schmerzmittel, das unter anderem bei schweren Schmerzen eingesetzt wird und ein erhebliches Abhängigkeitspotenzial besitzt.
Für die Ermittlungen ist allerdings vor allem entscheidend, ob die betreffende Tablette zusätzlich Fentanyl enthielt.
Ermittler prüfen möglichen Kauf auf dem Schwarzmarkt
Nach bisherigen Informationen könnte Panettiere verschreibungspflichtige Medikamente auf dem Schwarzmarkt in Los Angeles gekauft haben. Berichten zufolge soll sie sich dabei an einen Händler gewandt haben, von dem sie bereits zuvor Medikamente bezogen hatte.
Die Ermittlungsbehörden versuchen nun, den Weg der möglicherweise tödlichen Tablette zurückzuverfolgen. Dabei wird auch geprüft, welche Personen an Herstellung, Verkauf oder Weitergabe beteiligt gewesen sein könnten.
Ein erhebliches Risiko auf dem illegalen US-Medikamentenmarkt sind gefälschte Tabletten, die äußerlich verschreibungspflichtigen Arzneimitteln ähneln. Ihre tatsächliche Zusammensetzung kann jedoch erheblich von dem abweichen, was Käufer erwarten.
Im Fall Panettiere steht daher die Vermutung im Raum, dass eine als Oxycodon verkaufte Tablette Fentanyl enthielt, ohne dass die Schauspielerin davon wusste.
Warum Fentanyl bei den Ermittlungen eine zentrale Rolle spielt
Fentanyl gehört zu den hochwirksamen synthetischen Opioiden. In der Medizin wird der Wirkstoff unter kontrollierten Bedingungen eingesetzt. Illegal hergestelltes Fentanyl hat sich in den USA jedoch zu einem zentralen Faktor der Opioidkrise entwickelt.
Besonders gefährlich sind gefälschte Arzneimittel. Eine Tablette kann äußerlich wie ein reguläres verschreibungspflichtiges Schmerzmittel aussehen, tatsächlich aber Fentanyl in einer nicht vorhersehbaren Konzentration enthalten.
US-Gesundheits- und Strafverfolgungsbehörden warnen seit Jahren vor der Verbreitung solcher Präparate.
Ob eine mit Fentanyl versetzte Oxycodon-Tablette tatsächlich für Panettieres Tod verantwortlich war, ist deshalb ein zentraler Gegenstand der laufenden Ermittlungen.
Was über Hayden Panettieres Familie bekannt ist
Hayden Panettiere hinterlässt ihre 2014 geborene Tochter Kaya. Der Vater des Kindes ist der ehemalige Boxweltmeister im Schwergewicht Wladimir Klitschko.
Panettiere und Klitschko lernten sich Ende der 2000er-Jahre kennen. Ihre Beziehung dauerte mit Unterbrechungen mehrere Jahre. Das Paar war zeitweise verlobt, heiratete jedoch nicht.
Auch nach ihrer Trennung blieben beide die Eltern ihrer gemeinsamen Tochter.
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