Ein Restaurantbesuch auf der kroatischen Insel Krk endete für eine Gruppe ungarischer Urlauber mit einem Streit. Vier Touristen nahmen in einem gut besuchten Lokal Platz, wollten jedoch kein vollständiges Abendessen bestellen, sondern lediglich ein Dessert. Die Rechnung belief sich insgesamt auf rund 30 Euro. Dem Kellner war die Bestellung offenbar zu klein – nach einer Auseinandersetzung wurden die Gäste aufgefordert, das Restaurant zu verlassen. Schreibt bankrecht-ratgeber mit Bezug auf baden24.de.
Was in dem Restaurant auf Krk passiert ist
Der Vorfall ereignete sich am Abend, als das Lokal stark ausgelastet war. Die vier ungarischen Urlauber mussten zunächst etwa 15 Minuten warten, bis ein Tisch frei wurde.
Nachdem die Gruppe Platz genommen hatte, verzichteten die Gäste auf Hauptgerichte und bestellten stattdessen ein Dessert. Der Gesamtwert der Bestellung lag den Berichten zufolge bei 680 tschechischen Kronen, umgerechnet etwa 30 Euro.
Offenbar wurde gerade die geringe Bestellung während der Stoßzeit zum Auslöser des Konflikts. Der Kellner machte den Gästen deutlich, dass er die Bestellung für vier Personen, die einen Tisch in dem vollen Restaurant belegten, für nicht ausreichend hielt.
Daraufhin kam es zu einer Auseinandersetzung zwischen dem Mitarbeiter und den Urlaubern. Schließlich wurde die Gruppe aufgefordert, das Lokal zu verlassen.
Einige Einzelheiten des Vorfalls sind allerdings nicht bekannt. So ist unklar, ob das bestellte Dessert zu diesem Zeitpunkt bereits serviert worden war, ob die Gäste zusätzlich Getränke bestellt hatten und welche Aussagen während des Streits genau gefallen sind.
Gibt es in kroatischen Restaurants einen Mindestverzehr?
Eine allgemeine Vorschrift, nach der Gäste in kroatischen Restaurants einen bestimmten Mindestbetrag ausgeben müssen, gibt es nicht. Eine niedrige Rechnung bedeutet daher nicht automatisch, dass Besucher gegen geltende Regeln verstoßen.
Restaurants können allerdings eigene Bedingungen für die Bewirtung festlegen. Solche Vorgaben müssen für die Gäste jedoch vor der Bestellung klar erkennbar sein. Das gilt beispielsweise für einen möglichen Mindestverzehr, besondere Regeln für die Nutzung von Tischen oder andere Bedingungen während stark frequentierter Zeiten.
Verlangt ein Restaurant während der Stoßzeiten tatsächlich einen bestimmten Mindestumsatz pro Tisch oder Gast, sollten Besucher darüber informiert werden, bevor sie ihre Bestellung aufgeben.
Tourismusvertreter sprechen von einem Einzelfall
Auch Vertreter der kroatischen Tourismusbranche reagierten auf den Vorfall. Sie bedauerten den Konflikt und betonten, dass es sich um einen Einzelfall und nicht um eine übliche Praxis in kroatischen Restaurants handele.
Grundsätzlich können Gäste, die einen Tisch bekommen oder im Voraus reserviert haben, aus den angebotenen Speisen auswählen. Einzelne Restaurants dürfen zusätzliche Bedingungen festlegen, diese müssen den Besuchern jedoch vor der Bestellung bekannt sein.
Für Aufmerksamkeit sorgte der Fall auf Krk vor allem wegen des ungewöhnlichen Auslösers: Vier Urlauber mussten ihren Tisch verlassen, nachdem ihre Bestellung aus Sicht eines Restaurantmitarbeiters zu gering ausgefallen war
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