Apple hat die Produktion kompakter iPhones wegen der geringen Nachfrage und der hohen Herstellungskosten eingestellt. Das iPhone 13 Mini war das letzte Modell der Reihe. Es kombinierte Flaggschiff-Technik mit einem kleinen 5,4-Zoll-Display. Schreibt bankrecht-ratgeber mit Bezug auf BGR.
Das kompakte Flaggschiff blieb ein Nischenprodukt
Das erste iPhone aus dem Jahr 2007 besaß ein 3,5-Zoll-Display. In den folgenden Jahren wurden Smartphones immer größer. Bildschirme mit einer Diagonale von sechs bis sieben Zoll entwickelten sich schließlich zum Branchenstandard.
Im Jahr 2020 versuchte Apple, das kompakte Format mit dem iPhone 12 Mini wiederzubeleben. Ein Jahr später folgte das iPhone 13 Mini. Beide Modelle boten ein modernes Design, leistungsstarke Prozessoren und Kameras auf Flaggschiff-Niveau. Gleichzeitig ließen sie sich bequem mit einer Hand bedienen.
Apple ging davon aus, dass die Geräte vor allem Kunden ansprechen würden, denen gewöhnliche Smartphones zu groß waren. Diese Zielgruppe erwies sich jedoch als zu klein, um eine eigenständige Modellreihe dauerhaft rentabel zu machen.
Die Verkaufszahlen des iPhone Mini blieben niedrig
Die ersten Probleme zeigten sich bereits kurz nach der Markteinführung des iPhone 12 Mini. Apple reduzierte seine Produktionspläne, weil das kompakte Modell deutlich schlechter verkauft wurde als die Standard- und Pro-Versionen.
Marktdaten zufolge entfielen in einzelnen Zeiträumen lediglich rund vier Prozent der gesamten iPhone-Verkäufe auf das iPhone 12 Mini. Auch das iPhone 13 Mini erreichte nur einen Anteil von wenigen Prozent.
Selbst die hohe Zufriedenheit der Besitzer konnte daran nichts ändern. Nutzer lobten insbesondere das geringe Gewicht, die hohe Leistung und die komfortable Einhandbedienung. Die positiven Bewertungen führten jedoch nicht zu ausreichend hohen Verkaufszahlen.
Das separate Gehäuse erhöhte Apples Kosten
Die geringe Nachfrage war nicht das einzige Problem. Für das iPhone Mini benötigte Apple ein eigenes Gehäuse, ein spezielles 5,4-Zoll-Display und zahlreiche angepasste Komponenten.
Die übrigen iPhone-Modelle verwendeten dagegen die wesentlich gefragteren Größen von 6,1 und 6,7 Zoll. Separate Produktionskapazitäten und Lieferketten für ein Gerät mit geringem Marktanteil zu unterhalten, verlor dadurch seinen wirtschaftlichen Sinn.
Bei der iPhone-SE-Reihe konnte Apple Designs und Bauteile älterer Modelle weiterverwenden. Das Mini war hingegen ein eigenständiges, technisch modernes Gerät. Seine Herstellung erforderte zusätzliche Ressourcen, die sich aufgrund der niedrigen Nachfrage nicht ausreichend rentierten.
Apple nahm das iPhone Mini endgültig aus dem Verkauf
Im September 2023 stellte Apple den offiziellen Verkauf des iPhone 13 Mini ein. Seitdem hat das Unternehmen kein weiteres Modell in diesem Format vorgestellt.
Den Platz der kompakten Variante nahmen größere Smartphones ein. Der Markt zeigte, dass Käufer häufiger ein großes Display und eine längere Akkulaufzeit bevorzugen – auch wenn sich solche Geräte schlechter mit einer Hand bedienen lassen.
Der Akku gehörte zu den größten Einschränkungen des Mini. Das kleine Gehäuse bot nicht genügend Platz für eine Batterie mit der gleichen Kapazität wie bei den größeren Modellen. Für viele Käufer waren eine lange Laufzeit und ein größerer Bildschirm wichtiger als kompakte Abmessungen.
Kompakte Smartphones sind fast vom Markt verschwunden
Auch bei Herstellern von Android-Smartphones konnten sich kleinere Modelle nicht dauerhaft durchsetzen. Einzelne Marken boten Geräte mit Displays unter sechs Zoll an, doch diese blieben Nischenprodukte.
Bis 2026 waren klassische Kompakt-Smartphones aus dem Sortiment der großen Hersteller nahezu verschwunden. Im Mittelpunkt stehen inzwischen Modelle mit großen Bildschirmen, leistungsfähigeren Akkus und erweiterten Multimedia-Funktionen.
Eine Alternative bieten faltbare Smartphones. Im geschlossenen Zustand benötigen sie wenig Platz, während sie aufgeklappt ein großes Display bereitstellen. Dieses Format kann die Nachfrage nach kompakten Geräten teilweise bedienen, ohne dass Nutzer auf eine große Bildschirmfläche verzichten müssen.

