Norwegische Medien berichten über mutmaßliche geheime Besuche von Marius Borg Høiby bei seiner Mutter, Kronprinzessin Mette-Marit, die kürzlich eine Lungentransplantation erhalten hat. Den Berichten zufolge fanden die Treffen statt, obwohl ein Gericht zuvor seinen Antrag auf Freilassung aus der Untersuchungshaft abgelehnt hatte. Schreibt bankrecht-ratgeber mit Bezug auf n-tv.
Medien berichten von mehreren Krankenhausbesuchen
Nach Angaben des norwegischen Magazins „Se og Hør“ wurde der 29-jährige Marius Borg Høiby unter strengen Sicherheitsvorkehrungen mehrfach zum Universitätsklinikum Rikshospitalet in Oslo gebracht, um seine Mutter zu besuchen.
Dem Bericht zufolge erfolgte der Transport durch Polizeibeamte oder Justizvollzugsbedienstete. Høiby soll über einen Hintereingang in das Krankenhaus gebracht worden sein, um die Aufmerksamkeit von Medien und Fotografen zu vermeiden.
Wie es weiter heißt, sollen mehrere Besuche stattgefunden haben, nachdem Høiby am vergangenen Freitag in das Gefängnis Ila bei Oslo verlegt worden war. Die Justizvollzugsanstalt liegt weniger als 20 Fahrminuten vom Krankenhaus entfernt, in dem die Kronprinzessin behandelt wird.
Mette-Marit hat eine Lungentransplantation überstanden
Das norwegische Königshaus bestätigte am Mittwoch, dass Kronprinzessin Mette-Marit eine Lungentransplantation erhalten hat. Der genaue Zeitpunkt der Operation wurde nicht bekannt gegeben.
Laut einer Erklärung von Arnt Fiane, dem Leiter der zuständigen Abteilung am Universitätsklinikum Oslo, verlief die Transplantation bislang erfolgreich. Die Kronprinzessin wird voraussichtlich noch mehrere Wochen im Krankenhaus bleiben.
Gericht hatte Freilassung zuvor abgelehnt
Nur wenige Tage zuvor war Marius Borg Høiby wegen mehrerer Straftaten, darunter zwei Vergewaltigungsfälle, nach norwegischem Recht zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Bereits vor der Urteilsverkündung hatte er mehrfach erfolglos versucht, aus der Untersuchungshaft entlassen zu werden.
Zur Begründung führte seine Verteidigung unter anderem den schlechten Gesundheitszustand seiner Mutter an. Das Gericht lehnte den Antrag jedoch ab und ordnete die Fortdauer der Haft an.
Das Urteil ist bislang nicht rechtskräftig. Høibys Verteidigung hat angekündigt, Berufung einzulegen. Bis zum Abschluss des weiteren Verfahrens bleibt er daher in Haft.
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