Die norwegische Kronprinzessin Mette-Marit hat eine erfolgreiche Lungentransplantation erhalten. Dies teilte der Königliche Hof am 17. Juni mit. Der Eingriff wurde im Universitätsklinikum Rikshospitalet in Oslo durchgeführt. Schreibt bankrecht-ratgeber mit Bezug auf tagesschau.
Nach Angaben des Königshauses verlief die Operation ohne Komplikationen. Die Ehefrau von Kronprinz Haakon wird in den kommenden Wochen weiterhin medizinisch betreut und im Krankenhaus bleiben. Weitere Informationen zu ihrem Gesundheitszustand sollen erst nach Abschluss der ersten Rehabilitationsphase veröffentlicht werden.
Seltene Lungenerkrankung verschlechterte sich über Jahre
Bei Mette-Marit wurde im Jahr 2018 eine seltene Form der Lungenfibrose diagnostiziert. Die Erkrankung führt zu einer fortschreitenden Vernarbung des Lungengewebes und verursacht Atembeschwerden sowie eine verminderte Sauerstoffversorgung des Körpers.
In den vergangenen Monaten hatte sich ihr Gesundheitszustand deutlich verschlechtert. Deshalb wurde sie auf die Warteliste für eine Lungentransplantation gesetzt. Nach Angaben norwegischer Mediziner kommt ein solcher Eingriff in der Regel dann infrage, wenn andere Behandlungsmöglichkeiten nicht mehr ausreichend wirksam sind.
Norwegisches Königshaus steht unter besonderer Beobachtung
In den vergangenen Monaten geriet die norwegische Monarchie nicht nur wegen der Erkrankung der Kronprinzessin in die Schlagzeilen. Auch der Name Mette-Marits tauchte im Zusammenhang mit den sogenannten Epstein-Akten auf.
Dabei ging es um einen persönlichen Schriftwechsel zwischen der Kronprinzessin und dem Finanzier Jeffrey Epstein nach dessen erster Verurteilung wegen Sexualstraftaten. In einem Fernsehinterview erklärte Mette-Marit, sie habe nichts von dem Ausmaß seiner Verbrechen gewusst und sei von ihm manipuliert worden.
Zusätzliche Aufmerksamkeit erhielt die Familie durch den Fall ihres ältesten Sohnes Marius Borg Høiby. Der 29-Jährige wurde zu Beginn der Woche wegen zweier Vergewaltigungen und weiterer Straftaten zu vier Jahren Haft verurteilt. Er stammt aus einer früheren Beziehung Mette-Marits und gehört nicht zur königlichen Familie.
Positive Reaktionen auf die Transplantation
Die Nachricht über die erfolgreiche Operation löste in Norwegen zahlreiche Reaktionen aus. Ministerpräsident Jonas Gahr Støre zeigte sich erleichtert über den erfolgreichen Eingriff und wünschte der Kronprinzessin eine schnelle Genesung.
Auch die norwegische Stiftung für Organspende äußerte sich zu dem Fall. Nach Angaben der Organisation ist es ungewöhnlich, innerhalb so kurzer Zeit ein passendes Spenderorgan zu finden. Nach Bekanntwerden der Transplantation registrierten sich zudem zahlreiche Menschen erstmals als Organspender.
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