Die „Legend of the Seas“ nimmt ihren Kreuzfahrtbetrieb auf und gehört zu den größten Passagierschiffen der Welt. Das neue Schiff von Royal Caribbean verfügt über 20 Decks, zahlreiche Restaurants, sieben Pools, einen weitläufigen Wasserpark und Kabinen für bis zu 7600 Gäste. Videoaufnahmen aus dem Inneren und von den Außendecks zeigen Dimensionen, die eher an eine schwimmende Ferienanlage als an ein klassisches Kreuzfahrtschiff erinnern. Imowell.de berichtet unter Berufung auf die „Saarbrücker Zeitung“. Schreibt bankrecht-ratgeber mit Bezug auf saarbruecker-zeitung.
AquaDome verbindet Shows, Wasser und Aussicht
Zu den markantesten Bereichen der „Legend of the Seas“ gehört der AquaDome im vorderen Teil des Schiffs. Die große, verglaste Konstruktion wurde als Veranstaltungsort, Aussichtspunkt und Freizeitbereich konzipiert. Tagsüber können Passagiere dort durch Panoramafenster auf das Meer blicken, während der Bereich am Abend für Shows und Inszenierungen genutzt wird.
Zum Programm gehören Wasservorführungen, Akrobatik, Lichtshows und weitere Bühnenproduktionen. Die technische Ausstattung ermöglicht es, Wasserbecken, bewegliche Bühnenelemente und Spezialeffekte miteinander zu kombinieren. Dadurch unterscheidet sich der AquaDome deutlich von den klassischen Theatersälen älterer Kreuzfahrtschiffe.
Der Bereich soll zugleich dazu beitragen, die Gäste auf unterschiedliche Zonen des Schiffs zu verteilen. Neben dem AquaDome stehen weitere Veranstaltungsorte, Promenaden, Restaurants und Außenbereiche zur Verfügung.
Neues Schiff ist etwas länger als seine Vorgänger
Die „Legend of the Seas“ basiert auf derselben technischen Plattform wie die „Icon of the Seas“ und die „Star of the Seas“. Alle drei Schiffe gehören zur Icon-Klasse von Royal Caribbean und weisen bei Größe, Kapazität sowie technischer Ausstattung weitgehend vergleichbare Werte auf.
Kleinere Unterschiede bestehen bei der Gesamtlänge, der Aufteilung einzelner Decks und der Gestaltung öffentlicher Bereiche. Auch Kabinen, Restaurants, Freizeitangebote und Themenwelten werden für jedes Schiff teilweise neu konzipiert.
Royal Caribbean hatte bereits bei der Einführung der Icon-Klasse angekündigt, dass die Schiffe auf einem gemeinsamen Grundkonzept beruhen. Gleichzeitig sollen sie sich durch unterschiedliche Gastronomieangebote, Shows und Gestaltungselemente voneinander abheben.
Die „Icon of the Seas“ nahm Anfang 2024 den regulären Betrieb auf. Danach folgte die „Star of the Seas“. Mit der „Legend of the Seas“ wächst die neue Generation besonders großer Kreuzfahrtschiffe nun weiter.
Mittelmeer-Kreuzfahrten ab Barcelona und Rom geplant
Während der Sommersaison soll die „Legend of the Seas“ überwiegend auf europäischen Routen unterwegs sein. Geplant sind vor allem Kreuzfahrten im Mittelmeer mit Aufenthalten in großen Hafenstädten Spaniens, Frankreichs, Italiens und weiterer Staaten der Region.
Zu den möglichen Ausgangshäfen gehören Barcelona und Rom beziehungsweise der Hafen Civitavecchia. Von dort aus sollen mehrtägige Reisen durch das westliche und teilweise auch durch das östliche Mittelmeer angeboten werden.
Je nach Route können mehrere Häfen während einer einzigen Kreuzfahrt angelaufen werden. Typische Ziele solcher Reisen sind unter anderem Marseille, Neapel, Palma de Mallorca, La Spezia, Santorini oder Häfen an der Adriaküste.
Royal Caribbean richtet das europäische Programm sowohl an internationale Gäste als auch an Reisende, die ihre Kreuzfahrt mit einem Stadtaufenthalt in Barcelona oder Rom verbinden möchten.
Im Herbst wechselt das Schiff in die Karibik
Nach Abschluss der europäischen Sommersaison soll die „Legend of the Seas“ nach Fort Lauderdale im US-Bundesstaat Florida verlegt werden. Von dort aus sind regelmäßige Kreuzfahrten in die Karibik vorgesehen.
Die geplanten Routen können Ziele auf den Bahamas, in Mexiko und in weiteren Staaten der Region umfassen. Ein Teil der Reisen dürfte als einwöchige Kreuzfahrt angeboten werden, während andere Fahrten auf kürzere Aufenthalte ausgerichtet sind.
Ein wichtiger Bestandteil des Karibikprogramms ist „Perfect Day at CocoCay“. Die Privatinsel auf den Bahamas wird nahezu ausschließlich von Schiffen des Royal-Caribbean-Konzerns angelaufen.
Auf der Insel gibt es Strände, Wasserrutschen, Pools, Gastronomiebereiche und verschiedene Ruhe- und Familienzonen. Für die Reederei ist CocoCay ein zentraler Bestandteil vieler Kreuzfahrten, die von Florida aus starten.
Weitere Schiffe der Icon-Klasse werden gebaut
Royal Caribbean plant, die Icon-Klasse in den kommenden Jahren weiter auszubauen. Auf der finnischen Werft Meyer Turku werden zusätzliche Schiffe dieser Baureihe vorbereitet oder bereits gefertigt.
Ein wichtiger Abschnitt beim Bau ist die Kiellegung. Während dieser Zeremonie wird ein großer Stahlblock im Trockendock positioniert. Traditionell legen Vertreter der Werft und der Reederei eine Münze unter das Bauteil.
Die Münze gilt im Schiffbau als Glückssymbol und bleibt häufig während der gesamten Bauzeit im Rumpf. Mit der Kiellegung beginnt die sichtbare Montage der großen Schiffssektionen.
Moderne Kreuzfahrtschiffe entstehen nicht als durchgehender Rumpf. Stattdessen werden einzelne Stahlblöcke und vollständig ausgestattete Sektionen in verschiedenen Hallen gebaut. Anschließend transportiert die Werft die Bauteile in das Dock, wo sie millimetergenau miteinander verbunden werden.
Der Bau eines Megaschiffs dieser Größe dauert mehrere Jahre. Nach der Montage des Rumpfs folgen der Innenausbau, technische Tests, Probefahrten und die abschließende Übergabe an die Reederei.
Bis zum Ende des Jahrzehnts könnten weitere Schiffe der Icon-Klasse zur Flotte von Royal Caribbean stoßen.
Technische Daten der „Legend of the Seas“
Die Schiffe der Icon-Klasse sind für stark nachgefragte Kreuzfahrtrouten und mehrere Tausend Passagiere ausgelegt. Die Größe soll es ermöglichen, Freizeitangebote, Kabinen, Gastronomie und Veranstaltungsbereiche auf voneinander getrennte Zonen zu verteilen.
Zu den wichtigsten Kennzahlen gehören:
- Länge: rund 365 Meter;
- Breite: etwa 49 Meter;
- Anzahl der Decks: 20;
- Passagierkapazität: bis zu 7600 Gäste;
- Besatzung: rund 2350 Mitarbeiter;
- sieben Pools und mehrere Wasserbereiche;
- großer Wasserpark mit Rutschen;
- Dutzende Restaurants, Cafés und Bars;
- Theater, Showflächen und Veranstaltungsräume;
- eigene Bereiche für Familien, Kinder und Jugendliche;
- Sportanlagen, Spazierwege und Ruhebereiche.
Obwohl alle Icon-Schiffe auf einer gemeinsamen technischen Grundlage basieren, sollen sie nicht als vollständig identische Modelle auftreten. Royal Caribbean verändert unter anderem Restaurantkonzepte, Shows, Kabinendesigns und Freizeitangebote.
Öffentliche Bereiche erinnern an ein Ferienresort
Die veröffentlichten Videos zeigen, dass die „Legend of the Seas“ in mehrere große Erlebnisbereiche unterteilt ist. Dazu gehören offene Promenaden, mehrstöckige Innenräume, begrünte Zonen und weitläufige Außendecks.
Ein Teil der öffentlichen Flächen ähnelt einer Einkaufs- und Restaurantpromenade. Andere Bereiche wurden wie ein Freizeitpark, eine Poollandschaft oder eine ruhige Hotelanlage gestaltet.
Große Fensterflächen und offene Gebäudestrukturen sollen dafür sorgen, dass die Gäste auch im Inneren des Schiffs den Blick auf das Meer behalten. Gleichzeitig verbinden Treppen, Aufzüge und Übergänge die unterschiedlichen Bereiche miteinander.
Die Dimensionen ermöglichen es, auf mehreren Decks gleichzeitig Shows, Sportprogramme, Kinderangebote und Veranstaltungen durchzuführen. Passagiere können dadurch verschiedene Angebote nutzen, ohne sich ausschließlich in einem zentralen Bereich aufzuhalten.
Aufteilung soll Passagierströme besser verteilen
Die Größe des Schiffs stellt die Reederei vor besondere organisatorische Anforderungen. Bei voller Auslastung befinden sich einschließlich der Besatzung fast 10.000 Menschen an Bord.
Um größere Menschenansammlungen zu vermeiden, wurden Restaurants, Pools, Freizeitflächen und Veranstaltungsorte auf mehrere Bereiche verteilt. Dadurch sollen sich die Gäste gleichzeitig an unterschiedlichen Orten aufhalten können.
Familienbereiche liegen teilweise getrennt von ruhigeren Zonen. Sportangebote, Wasserattraktionen, Gastronomie und Abendunterhaltung sind ebenfalls auf verschiedene Decks aufgeteilt.
Auch digitale Reservierungssysteme spielen dabei eine Rolle. Passagiere können bestimmte Restaurants, Shows und Aktivitäten bereits vor Beginn der Reise oder während des Aufenthalts an Bord buchen.
Die Gestaltung folgt damit dem Konzept eines weitläufigen Ferienresorts. Der Aufenthalt auf dem Schiff soll nicht nur der Beförderung zwischen mehreren Häfen dienen, sondern einen eigenständigen Teil der Reise darstellen.
Royal Caribbean fährt mehr als 300 Reiseziele an
Royal Caribbean International wurde 1968 gegründet und gehört zu den größten Kreuzfahrtanbietern weltweit. Der Hauptsitz des Unternehmens befindet sich in Miami.
Die Flotte besteht aus mehreren Dutzend Schiffen verschiedener Größenklassen. Kleinere Einheiten werden unter anderem für längere Reisen und besondere Routen eingesetzt, während die größten Schiffe überwiegend auf stark nachgefragten Strecken fahren.
Zum internationalen Programm gehören mehr als 300 Reiseziele in über 80 Ländern. Die Schiffe sind in der Karibik, in Europa, in Nordamerika, in Asien, in Australien und auf Transatlantikrouten unterwegs.
Im europäischen Fahrplan spielen Häfen wie Barcelona, Civitavecchia bei Rom, Southampton, Ravenna und Athen eine wichtige Rolle. Je nach Saison werden zusätzlich kleinere Häfen und Inselziele angelaufen.
Die größten Schiffe der Flotte richten sich vor allem an Familien und Reisende, die während einer kurzen oder mittellangen Kreuzfahrt ein umfangreiches Unterhaltungs- und Gastronomieangebot nutzen möchten.
Darin unterscheidet sich die „Legend of the Seas“
Die Besonderheit der „Legend of the Seas“ liegt nicht ausschließlich in ihren Abmessungen. Das Schiff wurde so geplant, dass ein erheblicher Teil des Reiseerlebnisses direkt an Bord stattfindet.
Neben klassischen Kabinen, Restaurants und Pools gibt es thematisch gestaltete Zonen mit jeweils eigener Funktion. Einige Bereiche konzentrieren sich auf Familien und Kinder, andere auf Shows, Sport, Gastronomie oder Erholung.
Die Aufteilung soll verhindern, dass sich sämtliche Passagiere zur gleichen Zeit an wenigen zentralen Orten versammeln. Auch bei hoher Auslastung stehen mehrere voneinander unabhängige Freizeit- und Veranstaltungsbereiche zur Verfügung.
Auf den Videos sind offene Promenaden, begrünte Flächen, mehrstöckige Hallen, Spazierwege und große Wasserlandschaften zu erkennen. Dadurch entsteht der Eindruck einer schwimmenden Hotel- und Ferienanlage.

