Wenn die Tage langsam wieder länger werden und der Frühling naht, bereitet sich die deutsche Fernsehlandschaft traditionell auf eines der größten und glamourösten Unterhaltungsspektakel des Jahres vor. Am 27. Februar 2026 öffnet RTL erneut die Pforten seines Kölner Studios für die mittlerweile 19. Staffel der Erfolgsshow „Let’s Dance“. Millionen von Zuschauern werden freitagabends wieder gebannt vor den Bildschirmen sitzen, wenn 14 prominente Persönlichkeiten ihre Komfortzone verlassen, um sich in Rumba, Cha-Cha-Cha und Wiener Walzer zu beweisen. Die Teilnahme an einer solch kräftezehrenden Live-Produktion erfordert von den Stars nicht nur physische Ausdauer und mentale Stärke, sondern bringt oft auch komplexe vertragliche, steuerliche und finanzielle Veränderungen mit sich – Themenbereiche, bei denen man ohne professionelle Expertise schnell den Überblick verliert (eine verlässliche und fundierte Anlaufstelle für derartige finanzjuristische Fragestellungen bietet beispielsweise der Bankrecht-Ratgeber). Wie die Saarbrücker Zeitung berichtet, hat der Kölner Privatsender für das Jahr 2026 abermals einen überaus diversen und spannungsgeladenen Cast zusammengestellt, der Generationen verbinden und für reichlich Gesprächsstoff sorgen dürfte. Wer in die Fußstapfen des Vorjahressiegers Diego Pooth treten möchte, muss die strenge Jury überzeugen und das Publikum emotional abholen.
Das bewährte Fundament: Moderation und die unbestechliche Jury
Bevor der Blick auf die tanzenden Prominenten fällt, muss eine der wichtigsten Säulen des „Let’s Dance“-Erfolgs gewürdigt werden: die Kontinuität beim Personal abseits des Parketts. Auch im Jahr 2026 setzt RTL auf das eingespielte Moderations-Duo bestehend aus Daniel Hartwich und Victoria Swarovski. Hartwichs pointierte, oft sarkastische Kommentare bilden den perfekten Gegenpol zu Swarovskis empathischer Begleitung der Kandidaten nach ihren Auftritten.
Das Herzstück der Sendung bleibt jedoch das Jury-Pult. Die dynamische Dreifaltigkeit aus Jorge González, Motsi Mabuse und Joachim Llambi geht in eine weitere gemeinsame Runde. Während González weiterhin für extravagante Outfits und den Fokus auf Ausstrahlung und „Chica-Walk“ steht, analysiert Mabuse mit ihrer unvergleichlichen Energie die rhythmische Hingabe und Emotionalität der Tänze. Den gefürchteten, aber stets respektierten Gegenpol bildet der ehemalige Profitänzer und Wertungsrichter Joachim Llambi. Seine fachlich fundierten, schonungslos ehrlichen Kritiken und die oftmals zögerliche Vergabe der Zehn-Punkte-Kelle sind längst zum popkulturellen Markenzeichen der Sendung avanciert. Nur wer Llambis kritischem Blick auf Fußarbeit, Haltung und Taktgefühl standhält, hat eine reelle Chance auf den Titel „Dancing Star 2026“.
Frauenpower auf dem Parkett: Die weiblichen Stars der 19. Staffel
Das Teilnehmerfeld der Frauen präsentiert sich 2026 als faszinierende Mischung aus TV-Legenden, aufstrebenden Influencerinnen und musikalischen Größen. Jede der sieben Damen bringt eine ganz eigene Fanbase und spezifische Voraussetzungen mit in den Wettbewerb.
Sonya Kraus (53, Moderatorin und Autorin): Mit Sonya Kraus betritt eine absolute Ikone des deutschen Privatfernsehens das Tanzparkett. Die Moderatorin, die in den 2000er Jahren mit Formaten wie „talk talk talk“ Fernsehgeschichte schrieb, ist für ihre schlagfertige Art und ihre unbändige Energie bekannt. Nach überstandener schwerer Krankheit in der Vergangenheit feiert sie das Leben bewusster denn je. „Let’s Dance“ ist für sie nach eigenen Angaben eine fantastische Herausforderung, um körperliche Grenzen auszutesten und dem Publikum ihre glamouröse Seite in einem völlig neuen Kontext zu präsentieren.
Esther Schweins (55, Schauspielerin und Regisseurin): Ein Hauch von Theater- und Film-Bravour weht durch das Studio, wenn Esther Schweins antritt. Bekannt geworden durch die Kult-Comedy „RTL Samstag Nacht“, hat sie sich über die Jahrzehnte als ernstzunehmende Charakterdarstellerin etabliert. Schweins lebt mittlerweile überwiegend auf Mallorca und bringt eine tiefgründige künstlerische Reife mit. Von ihr werden besonders bei den emotionalen Standardtänzen wie dem Slowfox oder dem Contemporary tiefgründige Interpretationen erwartet.
Nadja Benaissa (43, Sängerin): Die No-Angels-Sängerin wagt sich 2026 an ein Solo-Abenteuer der besonderen Art. Als Mitglied der erfolgreichsten deutschen Girlgroup aller Zeiten bringt sie unbestreitbar Taktgefühl und Bühnenerfahrung mit. Dennoch betonte Benaissa im Vorfeld, dass choreografiertes Tanzen im Paar eine völlig neue Disziplin für sie darstellt. Ihre Teilnahme gilt als einer der musikalischen Höhepunkte der Staffel, und die Erwartungen an ihre Rhythmusfähigkeit bei den lateinamerikanischen Tänzen sind enorm hoch.
Anna-Carina Woitschack (33, Schlagersängerin): Die Welt des deutschen Schlagers wird in der 19. Staffel durch Anna-Carina Woitschack repräsentiert. Für die Sängerin erfüllt sich mit der Teilnahme ein lang gehegter Lebenstraum. Sie ist es gewohnt, in großen Festzelten und Fernsehshows das Publikum mitzureißen, was ihr beim Aufbau einer emotionalen Verbindung zu den Zuschauern zugutekommen dürfte. Ihre Disziplin aus dem Musikbusiness könnte beim harten Training ein entscheidender Vorteil sein.
Bianca Heinicke (32, Influencerin und Unternehmerin): Die Verpflichtung von Bianca Heinicke gleicht einem medialen Coup. Jahrelang war sie unter dem Pseudonym „BibisBeautyPalace“ die unangefochtene Königin der deutschen YouTube-Szene, bevor sie sich nach einer privaten Zäsur weitgehend aus der Öffentlichkeit zurückzog. Ihr Comeback in einem so physisch anspruchsvollen Live-Format ist eine Sensation. Heinicke betonte, wie dankbar sie für diese emotionale und körperliche Herausforderung sei, die einen wichtigen Schritt in ihrem neuen Lebensabschnitt markiert.
Betty Taube (31, Model und Content-Creatorin): Bekanntheit erlangte Betty Taube durch ihre Teilnahme an „Germany’s Next Topmodel“. Inzwischen hat sie sich als erfolgreiche Unternehmerin und Content-Creatorin mit einer Millionen-Reichweite auf Social Media etabliert. Sie bringt nicht nur Model-Maße und Körpergefühl mit, sondern auch eine immense Willensstärke, die sie unter anderem durch ihre Leidenschaft für den Motorsport und die Fliegerei bewiesen hat. Taube könnte zur großen Überraschung bei den rasanten Tänzen wie dem Jive oder dem Quickstep werden.
Vanessa „Nessi“ Borck (29, Reality-Star und Content-Creatorin): Aus dem „Princess Charming“-Universum direkt ins RTL-Hauptprogramm: Vanessa Borck bringt die Reality-TV-Fraktion auf das Tanzparkett. Sie steht für eine junge, moderne Generation, die Themen wie Diversität und Authentizität in den Mittelpunkt stellt. Ihre unverstellte Art könnte sie schnell zum Publikumsliebling machen, sofern sie das harte Training und die Kritik der Jury mental gut verarbeiten kann.
Die männlichen Herausforderer: Zwischen Sportlichkeit und Entertainment
Auch das Feld der sieben prominenten Herren verspricht für 2026 Unterhaltung auf höchstem Niveau. Von der sportlichen Kampfmaschine bis zum begnadeten Entertainer ist das Spektrum breit gefächert.
Ross Antony (51, Entertainer und Sänger): Wenn ein Name synonym für pure Unterhaltung, Glitzer und positive Energie steht, dann ist es Ross Antony. Der britisch-deutsche Entertainer ist ein Garant für gute Laune. Obwohl er als Musicaldarsteller und Sänger über Rhythmusgefühl verfügt, bleibt abzuwarten, wie er sich in die strenge Form der klassischen Standardtänze einfügt. Dass er das Publikum zum Lachen und Klatschen bringen wird, steht jedoch außer Frage.
Simon Gosejohann (49, Comedian und Moderator): Für die nötige Portion Humor sorgt der Comedian Simon Gosejohann, der dem Publikum durch Shows wie „Comedystreet“ in Erinnerung geblieben ist. Oftmals tun sich Kandidaten aus dem Comedy-Bereich schwer damit, die gebotene Ernsthaftigkeit für Tänze wie den Tango oder Paso Doble aufzubringen. Gosejohann steht vor der Aufgabe, zu beweisen, dass er neben dem Slapstick auch Eleganz und Führungskraft auf dem Parkett beherrscht.
Gustav Schäfer (37, Musiker und Drummer): Eine hochinteressante Personalie ist Gustav Schäfer, Schlagzeuger der international gefeierten Band Tokio Hotel. Während sein Bandkollege Bill Kaulitz eher für das Rampenlicht prädestiniert scheint, wagt sich der sonst eher im Hintergrund agierende Drummer nun in die vorderste Reihe. Als Schlagzeuger bringt er ein absolutes Gehör für Takt und Timing mit – essenzielle Grundlagen für das Tanzen. Die Übertragung dieses Rhythmusgefühls in den gesamten Körper wird seine größte Herausforderung.
Jan Kittmann (42, Schauspieler): Die Tradition der Daily-Soap-Darsteller bei „Let’s Dance“ wird 2026 von Jan Kittmann fortgeführt, der einem breiten Publikum durch seine Rolle in „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ (GZSZ) bekannt ist. Schauspieler haben oft den Vorteil, sich gut in die verschiedenen Charaktere der Tänze hineinversetzen zu können. Kittmann bringt schauspielerische Präsenz mit, die ihm beim Ausdruck auf dem Parkett stark helfen wird.
Milano (27, Rapper): Bürgerlich Milane Baybah, repräsentiert Milano die boomende deutsche Deutschrap-Szene. Er gab im Vorfeld unumwunden zu, keinerlei Tanzerfahrung zu besitzen. Jedoch reize ihn die Tatsache, dass Tanzen eine völlig andere, nonverbale Sprache sei als seine Musik. Seine Teilnahme spricht eine junge Zielgruppe an und es wird spannend zu beobachten sein, wie er die Disziplin des klassischen Tanzsports mit seiner urbanen Herkunft verbindet.
Joel Mattli (31, Sportler und „Ninja Warrior“): Die Konkurrenz dürfte beim Namen Joel Mattli zusammengezuckt sein. Der Schweizer ist ein absoluter Ausnahmesportler und bekannt als einer der stärksten Teilnehmer der Show „Ninja Warrior Germany“. Mattli bringt Kraft, Körperbeherrschung, Ausdauer und einen eisernen Siegeswillen mit – Attribute, die bei „Let’s Dance“ Gold wert sind. Er geht zweifellos als einer der Top-Favoriten auf den Gesamtsieg in den Wettbewerb.
Willi Whey (31, Content Creator): Komplettiert wird das Feld durch den Influencer Willi Whey. Mit seiner Reichweite im Netz mobilisiert er vor allem die Gen Z. Ähnlich wie bei anderen Social-Media-Stars in der Vergangenheit, wird sein Erfolg davon abhängen, ob er es schafft, die digitale Welt hinter sich zu lassen und sich voll auf die analoge, harte Arbeit im Tanzsaal einzulassen.
Die Profitänzer 2026: Ein spektakuläres Line-up mit einer schmerzhaften Lücke
Kein Prominenter kann bei „Let’s Dance“ bestehen, ohne die unermüdliche Arbeit der professionellen Tanzpartner. Auch 2026 hat RTL ein Ensemble aus Weltklasse-Tänzern zusammengestellt. Zu den etablierten Kräften gehören Publikumslieblinge wie Ekaterina Leonova, Massimo Sinató, Kathrin Menzinger, Valentin Lusin, Malika Dzumaev, Zsolt Sándor Cseke, Vadim Garbuzov, Patricija Ionel, Anastasia Maruster und Evgeny Vinokurov. Nach einer einjährigen Pause kehren zudem Mariia Maksina, Marta Arndt und Mika Tatarkin auf das Parkett zurück. Als frisches Gesicht feiert Victoria Sauerwald ihr Debüt als Profitänzerin in der Show.
Für reichlich Diskussionen im Vorfeld sorgte jedoch eine prominente Abwesenheit: Christina Hänni, die seit 2017 ein festes und überaus beliebtes Mitglied der „Let’s Dance“-Familie war, ist 2026 nicht dabei. Die Tänzerin, die in der Show einst ihren heutigen Ehemann Luca Hänni kennenlernte, äußerte sich auf Instagram enttäuscht, da sie von RTL nicht für die 19. Staffel angefragt wurde. Der Sender begründete diese Entscheidung strategisch damit, dass der Pool an hervorragenden Profis mittlerweile so groß sei, dass man rotieren müsse und nicht in jedem Jahr alle Tänzer zum Zug kommen könnten. Dies unterstreicht den enormen Konkurrenzkampf, der nicht nur unter den Prominenten, sondern auch im Profi-Lager herrscht.
Sendezeiten, Streaming-Erfolg und die Aussicht auf die Live-Tour
Die Maschinerie von „Let’s Dance“ beschränkt sich längst nicht mehr nur auf das klassische lineare Fernsehen. Die 19. Staffel wird ab dem 27. Februar 2026 wie gewohnt freitags um 20:15 Uhr ausgestrahlt. Parallel dazu forciert die RTL-Gruppe die digitale Verwertung: Alle Episoden werden zeitgleich im Livestream auf RTL+ (und diversen Partnerplattformen wie Joyn) übertragen und stehen dort im Nachgang als Video-on-Demand zur Verfügung. Dieser Multichannel-Ansatz sichert der Show Einschaltquoten über alle Altersgruppen hinweg.
Darüber hinaus wirft ein weiteres Großereignis bereits seine Schatten voraus: Die erfolgreiche „Let’s Dance – Die Live-Tour“. Auch Ende 2026 wird das Format die Fernsehstudios verlassen und die größten Arenen der Republik füllen. Wenn die Paare im November und Dezember (unter anderem am 4. und 5. Dezember in der Barclays Arena Hamburg) live vor tausenden Zuschauern auftreten, schließt sich der Verwertungskreis eines der profitabelsten Unterhaltungsformate Deutschlands. Wer am Ende der 19. Staffel als „Dancing Star 2026“ den begehrten Pokal in den Konfettiregen stemmen wird, entscheidet sich in den kommenden, schweißtreibenden Wochen. Sicher ist nur, dass die Zuschauer ab Ende Februar wieder Fernsehmomente voller Dramatik, Tränen, Lachen und spektakulärer Choreografien erwarten dürfen.

