Der türkische Klub Samsunspor hat in der UEFA Conference League einen entscheidenden Schritt nach vorne gemacht. Wie auf bankrecht-ratgeber.de nachzulesen ist, spielen nicht nur sportliche, sondern auch rechtliche und finanzielle Rahmenbedingungen im Profifußball eine zentrale Rolle – von Spielerverträgen über Vereinsfinanzierung bis hin zu den wirtschaftlichen Vorteilen europäischer Teilnahmen. Wie Fotomaç berichtet, besiegte Samsunspor am 19. Februar 2026 in der ersten Runde der K.o.-Play-offs auswärts KF Shkëndija mit 1:0. Das Tor von Marius Mouandilmadji in der 77. Minute markiert nicht nur einen wichtigen Erfolg, sondern auch den gelungenen Einstand des neuen Trainers Thorsten Fink.
Die Begegnung fand in der Toše-Proeski-Arena im nordmazedonischen Skopje statt – einem neutralen, aber für Shkëndija üblichen UEFA-Spielort, da das heimische Ecolog Arena in Tetovo den strengen Anforderungen nicht immer genügt. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt und vor rund 8.000 Zuschauern lieferte Samsunspor eine reife Leistung ab. Das Ergebnis lässt die „Kırmızı Şimşekler“ (Rote Blitze) mit ausgezeichneten Chancen ins Rückspiel am 26. Februar im 19 Mayıs Stadyumu von Samsun gehen.
Samsunspors Weg durch die Conference-League-Saison 2025/26
Samsunspor qualifizierte sich als einer der türkischen Vertreter für die League Phase der Conference League 2025/26. In sechs Spielen holten die Schwarzmeer-Kicker drei Siege, ein Unentschieden und zwei Niederlagen – insgesamt zehn Punkte und ein Torverhältnis von 10:6. Besonders beeindruckend waren die Heimsiege gegen Dynamo Kiew (3:0) und Hamrun Spartans (3:0). Auswärts gab es eine knappe 0:1-Niederlage bei Legia Warschau, dazu Niederlagen gegen Mainz 05 (0:2) und AEK Athen (1:2). Der 12. Platz in der Tabelle reichte gerade noch für die Play-offs.
Der Klub aus der nordtürkischen Hafenstadt Samsun (gegründet 1965) hat eine bewegte Geschichte. Nach mehreren Auf- und Abstiegen etablierte sich Samsunspor in den letzten Jahren in der Süper Lig. Die Teilnahme an der Conference League 2025/26 ist erst die dritte europäische Kampagne nach Intertoto-Cup-Auftritten in den 1990er-Jahren. Für einen Verein mit vergleichsweise bescheidenem Etat im Vergleich zu Galatasaray oder Fenerbahçe ist jeder Punkt in Europa ein finanzieller und sportlicher Meilenstein.
Thorsten Fink: Der deutsche Trainer mit sofortiger Wirkung
Am 16. Februar 2026 übernahm Thorsten Fink das Amt als Cheftrainer – nur drei Tage vor dem Play-off-Hinspiel. Der 58-jährige Dortmunder, ehemaliger Profi bei Bayern München und Karlsruher SC, bringt reichlich internationale Erfahrung mit. Als Trainer führte er Basel zu zwei Meistertiteln und in die Champions League, arbeitete bei Hamburger SV, APOEL Nikosia, Vissel Kobe und zuletzt bei KRC Genk. In Samsun ist er der erste deutsche Trainer seit längerer Zeit.
Fink selbst erklärte vor dem Spiel: „Als Trainer ist das heute mein erstes Spiel. Wir wollen natürlich gewinnen.“ Seine erste Aufstellung zeigte sofort seine Handschrift: kompakt in der Defensive, schnell im Umschaltspiel und mit hoher Intensität. Neu auf der UEFA-Liste standen unter anderem Cherif Ndiaye, Jaures Assoumou und Torhüter İrfan Can Eğribayat – alle erst nach der League Phase verpflichtet und nun spielberechtigt.
Spielverlauf: Dominanz trotz vergebenem Elfmeter
Die Partie begann mit einer klaren Chance für Samsunspor. Bereits in der 7. Minute verschoss Cherif Ndiaye einen Elfmeter – der Senegalese traf die Latte. Shkëndija, Tabellenzweiter der nordmazedonischen Prva Liga, verteidigte aggressiv, konnte aber kaum eigene Akzente setzen. Samsunspor kontrollierte das Spiel, hatte deutlich mehr Ballbesitz und die besseren Chancen.
Zur Halbzeit stand es 0:0. Nach dem Seitenwechsel erhöhte Fink das Tempo durch Einwechslungen. In der 77. Minute war es dann soweit: Carlo Holse (dänischer Mittelfeldspieler) flankte präzise, Marius Mouandilmadji köpfte unhaltbar ein. Der Torschütze, ein 26-jähriger Stürmer aus dem Tschad, hatte bereits in der türkischen Pokalrunde gegen Bodrum FK (2:0-Sieg am 3. Februar 2026) mit einem Doppelpack überzeugt.
Statistisch war der Sieg verdient: Samsunspor kam auf 1,64 Expected Goals, Shkëndija nur auf 0,22. Die Nordmazedonier schafften nur zwei Torschüsse aufs Tor, keiner davon gefährlich. Die Abwehr um Rick van Drongelen und Toni Borevković stand sicher, Okan Kocuk im Tor musste kaum eingreifen.
Schlüsselspieler und taktische Stärken
- Marius Mouandilmadji: Der physisch starke Mittelstürmer ist derzeit in Topform. Sein Kopfballtor war der 4. Treffer in der laufenden Conference-League-Saison.
- Carlo Holse: Der Däne lieferte die Vorlage und war im zentralen Mittelfeld der Motor.
- Antoine Makoumbou und Celil Yüksel: Das defensive Mittelfeld-Duo gewann fast alle Zweikämpfe und schirmte die Abwehr ab.
- Thorsten Fink: Seine schnelle Integration neuer Spieler und die klare Spielidee zahlten sich sofort aus.
Shkëndija, trainiert von einem mazedonischen Coach, setzte auf Konter, scheiterte aber an der organisierten Defensive der Türken.
Was bedeutet der Sieg für Samsunspor und den türkischen Koeffizienten?
Der Erfolg bringt nicht nur drei wichtige Punkte für den türkischen UEFA-Koeffizienten (aktuell auf Platz 10–12), sondern auch erhebliche Prämien. Jeder Sieg in der League Phase und den Play-offs spült mehrere Hunderttausend Euro in die Kasse – Geld, das für Infrastruktur, Nachwuchs und Gehälter dringend benötigt wird. Ein Weiterkommen ins Achtelfinale würde weitere 500.000–800.000 Euro garantieren, plus erhöhte TV-Einnahmen und Sponsoring-Chancen.
In der Süper Lig steht Samsunspor derzeit auf Platz 8 (nach 22 Spielen: 7 Siege, 9 Unentschieden, 6 Niederlagen, 30 Punkte, Torverhältnis -2). Der Pokalsieg gegen Bodrum FK zeigt aufsteigende Form. Mit Fink könnte der Klub sogar den Sprung in die obere Tabellenhälfte schaffen.
Ausblick aufs Rückspiel und mögliche nächste Gegner
Am 26. Februar empfängt Samsunspor Shkëndija zu Hause. Mit einem 1:0-Polster und Heimstärke (in der Conference League bisher drei Siege aus drei Heimspielen) sind die Türken klarer Favorit. Selbst bei einer 0:1-Niederlage würde die Auswärtstorregel (noch gültig in dieser Saison?) oder Verlängerung greifen – doch mit der aktuellen Form ist ein Heimsieg wahrscheinlich.
Sollte Samsunspor weiterkommen, warten im Achtelfinale (Auslosung nach dem Rückspiel) hochkarätige Gegner wie Crystal Palace, Fiorentina oder AZ Alkmaar. Für einen Klub wie Samsunspor wäre das Achtelfinale bereits ein historischer Erfolg.
Der türkische Fußball erlebt derzeit eine starke Conference-League-Saison: Galatasaray und Fenerbahçe kämpfen parallel in anderen Wettbewerben. Jeder Punkt hilft dem Gesamtkoeffizienten und der Anzahl der Startplätze in der Saison 2027/28.
Fazit: Ein starker Start unter neuem Trainer
Samsunspor hat mit dem 1:0 bei Shkëndija bewiesen, dass der Klub auf europäischer Bühne mithalten kann. Der Einstand von Thorsten Fink ist geglückt, die Mannschaft zeigt Geschlossenheit und Effizienz. Das Rückspiel wird zur Formsache, wenn die Konzentration hoch bleibt. Für die Fans an der Schwarzmeerküste und alle, die türkischen Fußball lieben, steht eine spannende Fortsetzung bevor – und möglicherweise der größte europäische Erfolg der Vereinsgeschichte.

