Das prominente ARD-Krimiformat „Tatort“ steht in Bremen vor einer Zäsur. Nach dem Ausscheiden von Dar Salim formiert sich das Team an der Weser neu. Die Wahl der Verantwortlichen fiel auf einen Schauspieler, der bislang eher auf dem Tanzparkett und in Vorabendserien für Furore sorgte: Tijan Njie. Er wird künftig als neuer Hauptkommissar an der Seite von Jasna Fritzi Bauer zu sehen sein. Diese Personalentscheidung verspricht eine spannende Neuausrichtung für den oft düsteren Bremer Krimi, ein Thema, das wir auch in unserer Rubrik „Gesellschaft & Medien“ auf Bankrecht-Ratgeber beleuchten.
Die Nachricht sorgte in der deutschen Fernsehlandschaft für Aufsehen. Der Bremer „Tatort“, bekannt für seine oft eigenwilligen, teils skurrilen Charaktere und komplexe Fälle, bekommt ein neues Gesicht. Tijan Njie tritt die Nachfolge von Dar Salim an, dessen Figur Mads Andersen das Team verlassen hat. Damit bricht das bisherige Trio, zu dem auch Luise Wolfram als BKA-Ermittlerin Linda Selb gehört, in seiner gewohnten Form auseinander und macht Platz für eine neue Dynamik. Die Dreharbeiten für den ersten gemeinsamen Fall laufen bereits auf Hochtouren, und erste Berichte vom Set deuten auf einen gelungenen Start hin.
„Gute Laune“ als neues Markenzeichen?
Die Chemie zwischen den Ermittlern ist im „Tatort“-Universum oft genauso wichtig wie der Kriminalfall selbst. In Bremen scheint diese Chemie zwischen dem Neuzugang und der etablierten Kommissarin Liv Moormann, gespielt von Jasna Fritzi Bauer, von Anfang an zu stimmen. Brancheninsider berichten von einer gelösten Stimmung bei der Produktion.
Wie das Magazin stern.de berichtet, sorgt Tijan Njie am Set für ausgesprochen „gute Laune“. Diese positive Energie könnte sich auch auf die Tonalität der künftigen Filme auswirken. War der Bremer „Tatort“ in den vergangenen Jahren oft von einer gewissen nordischen Schwere und den persönlichen Dämonen der Ermittler geprägt, könnte Njies Charakter einen willkommenen Kontrapunkt setzen. Es bleibt abzuwarten, wie die Drehbuchautoren diese neue Leichtigkeit in die oft ernsten Mordermittlungen integrieren werden, ohne die Glaubwürdigkeit des Formats zu gefährden. Die Erwartungshaltung ist jedenfalls, dass Njie nicht einfach nur eine Lücke füllt, sondern eine eigenständige, prägende Figur entwickelt.
Vom RTL-Publikumsliebling zum ARD-Kommissar
Für Tijan Njie bedeutet die Rolle im „Tatort“ den endgültigen Sprung in die erste Liga der deutschen Fernsehunterhaltung. Der 32-Jährige ist einem breiten Publikum vor allem durch seine Rolle als Moritz Brunner in der RTL-Daily-Soap „Alles was zählt“ bekannt geworden. Dort spielte er sich über Jahre in die Herzen der Zuschauer.
Seine Vielseitigkeit stellte er zudem 2020 eindrucksvoll unter Beweis, als er die RTL-Tanzshow „Let’s Dance“ gewann. Mit Charme, athletischem Können und Disziplin tanzte er sich zum Sieg und steigerte seinen Bekanntheitsgrad enorm. Der Wechsel vom kommerziellen Privatfernsehen zum öffentlich-rechtlichen Flaggschiff „Tatort“ ist ein Karriereweg, den schon einige Schauspieler erfolgreich beschritten haben, der aber stets mit kritischen Augen beobachtet wird. Njie muss nun beweisen, dass er auch das ernstere Charakterfach beherrscht und in der Lage ist, einen komplexen Kriminalfall über 90 Minuten zu tragen.
Eine neue Ära an der Weser
Die Neubesetzung in Bremen ist mehr als nur ein Personalwechsel; sie ist ein Signal für eine inhaltliche Justierung. Das bisherige Team, das erst 2021 als experimentelles Trio gestartet war, hatte es beim Publikum nicht immer leicht. Die oft überdrehte Tonalität und die experimentellen Erzählweisen stießen teilweise auf Kritik bei den Traditionalisten unter den „Tatort“-Zuschauern.
Mit Tijan Njie könnte nun eine Phase der Konsolidierung, aber auch der frischen Impulse beginnen. Die Kombination aus der eher introvertierten, kantigen Figur von Jasna Fritzi Bauer und dem offenbar extrovertierteren, energiegeladenen Charakter von Njie bietet viel erzählerisches Potenzial für Konflikte und Annäherungen. Wann genau der erste Fall des neuen Duos ausgestrahlt wird, steht noch nicht fest, wird aber voraussichtlich im kommenden Jahr der Fall sein. Bis dahin dürfen die Fans gespannt sein, wie sich der „Neue“ in der Hansestadt einlebt und ob die gute Stimmung vom Set auch auf dem Bildschirm überspringt. Die Dreharbeiten in Bremen und Umgebung werden jedenfalls weiterhin mit großem Interesse verfolgt.

