Auf der Strecke zwischen Düsseldorf und Curaçao entsteht neue Konkurrenz. Corendon Airlines will bereits im Winter 2026/2027 Flüge auf die Karibikinsel aufnehmen, im Frühjahr folgt TUI. Die beiden Ferienfluggesellschaften setzen dabei auf unterschiedliche Konzepte: Corendon plant ein saisonales Angebot mit einem Airbus A330-300, während TUI Curaçao als potenzielles Ganzjahresziel betrachtet und eine Boeing 787-8 Dreamliner einsetzen will. Schreibt bankrecht-ratgeber mit Bezug auf aerotelegraph.
Corendon startet im Dezember mit Flügen nach Curaçao
Corendon Airlines will die Direktverbindung zwischen Düsseldorf und Curaçao am 14. Dezember 2026 aufnehmen. Geplant sind drei Flüge pro Woche. Das Programm ist zunächst bis zum 3. April 2027 vorgesehen.
Für die Langstreckenverbindung setzt die Fluggesellschaft auf einen von World2Fly gecharterten Airbus A330-300. Die Maschine bietet insgesamt 285 Passagieren Platz.
Der größte Teil der Kabine entfällt auf die Economy Class mit 255 Sitzen in einer 2-4-2-Konfiguration. Hinzu kommen 30 Plätze in der Business Class, die in einer 2-2-2-Anordnung ausgestattet ist.
Der Start der Verbindung steht zugleich im Zusammenhang mit dem touristischen Geschäft von Corendon auf Curaçao. Die Unternehmensgruppe betreibt auf der Insel fünf Hotelanlagen.
TUI steigt im Frühjahr 2027 in die Strecke ein
TUI plant, die Flüge von Düsseldorf nach Curaçao Ende März 2027 aufzunehmen. Zum Start sollen zwei Verbindungen pro Woche angeboten werden.
Anders als das zunächst saisonale Programm von Corendon betrachtet TUI die Strecke als potenzielle Ganzjahresverbindung. Die Fluggesellschaft richtet sich dabei nicht nur an Reisende aus Deutschland, sondern auch an Kunden aus den benachbarten Niederlanden, wo die Nachfrage nach Reisen nach Curaçao hoch ist.
Düsseldorf bietet TUI die Möglichkeit, einen Teil dieses niederländischen Marktes anzusprechen. Hintergrund sind unter anderem die staatlichen Beschränkungen, die einer weiteren Ausweitung des Flugverkehrs am Flughafen Amsterdam Grenzen setzen.
Auch im Hotelgeschäft will TUI seine Präsenz auf der Karibikinsel ausbauen. Geplant ist unter anderem die Eröffnung eines TUI-Blue-Hotels.
Boeing 787 gegen Airbus A330: Welche Flugzeuge kommen zum Einsatz?
Einer der wichtigsten Unterschiede zwischen den Angeboten von TUI und Corendon betrifft die Flugzeuge und deren Kabinenkonfiguration.
Corendon setzt einen Airbus A330-300 mit insgesamt 285 Sitzplätzen ein:
- 255 Plätze in der Economy Class in einer 2-4-2-Konfiguration;
- 30 Plätze in der Business Class in einer 2-2-2-Konfiguration.
TUI wird dagegen eine Boeing 787-8 Dreamliner der niederländischen Tochtergesellschaft einsetzen. Die Maschine bietet insgesamt 305 Sitzplätze:
- 280 Plätze in der Economy Class in einer 3-3-3-Konfiguration;
- 25 Plätze in der Premium Economy Class in einer 2-3-2-Konfiguration.
Damit bietet TUI pro Flug mehr Sitzplätze, verfügt in der vorgesehenen Konfiguration jedoch nicht über eine separate Business Class. Corendon setzt auf eine geringere Gesamtkapazität, bietet dafür aber eine Business-Class-Kabine an.
Warum TUI eine Boeing 787 aus den Niederlanden einsetzt
Die Boeing 787-8, die auf der Strecke ab Düsseldorf eingesetzt werden soll, gehört zur Flotte von TUI Airlines Nederland. Ihre Basis bleibt Amsterdam, sie wird jedoch auch Verbindungen vom deutschen Flughafen aus durchführen.
Diese Entscheidung ist Teil der Neuorganisation des Fluggeschäfts innerhalb der TUI-Gruppe. Die Fluggesellschaften in Deutschland, Großbritannien, Skandinavien, Belgien und den Niederlanden sollen künftig stärker unter einer gemeinsamen Führung und mit einer einheitlichen Planung arbeiten.
Zusammen verfügen diese Airlines über eine Flotte von rund 130 Flugzeugen. Die neue Struktur ermöglicht es der Gruppe, Maschinen flexibler zwischen verschiedenen Märkten und Flughäfen einzusetzen.
Düsseldorf – Curaçao: Flugplan und wichtigste Unterschiede
Corendon wird als erste der beiden Fluggesellschaften die neue Verbindung aufnehmen und im Winter drei Flüge pro Woche anbieten. TUI folgt Ende März 2027 mit zwei wöchentlichen Verbindungen und prüft eine Fortführung der Strecke über das gesamte Jahr.
Für den Flughafen Düsseldorf bedeutet dies, dass künftig zwei Ferienfluggesellschaften auf derselben Langstreckenverbindung miteinander konkurrieren. Ihre Angebote unterscheiden sich sowohl bei der Flugfrequenz als auch bei den Reiseklassen und der Kabinenkonfiguration.
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