In Deutschland ist die Zahl der Grippeimpfungen erstmals seit fünf Jahren wieder gestiegen. Besonders bei älteren Menschen ist eine leichte Zunahme zu beobachten. Allerdings bestehen zwischen den einzelnen Bundesländern weiterhin erhebliche Unterschiede. In der Saison 2025/2026 ließen sich rund 40 Prozent der Versicherten ab 60 Jahren gegen Influenza impfen. Damit liegt die Impfquote weiterhin deutlich unter dem europäischen Zielwert. Schreibt bankrecht-ratgeber mit Bezug auf morgenpost.
Rund 40 Prozent der Menschen ab 60 Jahren sind geimpft
In der Wintersaison 2025/2026 erhielten etwa vier von zehn Versicherten ab 60 Jahren eine Grippeimpfung. Nach mehreren Jahren mit rückläufigen oder stagnierenden Zahlen ist die Impfquote damit erstmals wieder leicht gestiegen.
Für ältere Menschen ist die Impfung besonders relevant, da bei ihnen das Risiko für schwere Krankheitsverläufe und Komplikationen erhöht ist. Die aktuelle Quote von rund 40 Prozent liegt jedoch weiterhin deutlich unter dem europäischen Zielwert von 75 Prozent für entsprechende Bevölkerungsgruppen.
In Ostdeutschland sind die Impfquoten deutlich höher
Die Zahlen zeigen erhebliche regionale Unterschiede. Besonders hoch ist die Impfbereitschaft bei Menschen ab 60 Jahren in den ostdeutschen Bundesländern.
An der Spitze liegt Sachsen-Anhalt. Dort ließen sich in der Saison 2025/2026 rund 54 Prozent der Menschen dieser Altersgruppe gegen Grippe impfen. In Sachsen lag die Quote bei 50 Prozent.
Deutlich niedriger fallen die Werte im Süden und Südwesten Deutschlands aus. In Baden-Württemberg erhielten lediglich 25 Prozent der Menschen ab 60 Jahren eine Grippeimpfung. Damit ist die Impfquote in Sachsen-Anhalt mehr als doppelt so hoch.
Die wichtigsten Zahlen im Überblick:
- Sachsen-Anhalt: 54 Prozent;
- Sachsen: 50 Prozent;
- bundesweiter Durchschnitt bei Versicherten ab 60 Jahren: rund 40 Prozent;
- Baden-Württemberg: 25 Prozent.
Grippeimpfungen in Apotheken bleiben selten
Eine Grippeimpfung ist in Deutschland nicht ausschließlich in Arztpraxen möglich. Seit 2022 dürfen auch Apotheken entsprechende Impfungen anbieten.
Bislang wird diese Möglichkeit allerdings nur begrenzt genutzt. Etwa jede achte Apotheke in Deutschland bietet Grippeimpfungen an.
In der Saison 2025/2026 ließen sich rund 60.000 Versicherte in einer Apotheke gegen Influenza impfen. Bei den Versicherten ab 60 Jahren lag der Anteil derjenigen, die dafür eine Apotheke aufsuchten, bei weniger als einem Prozent.
Für wen wird eine Grippeimpfung empfohlen?
Die saisonale Grippeimpfung wird in Deutschland insbesondere Menschen empfohlen, bei denen eine Influenza mit einem erhöhten Risiko für Komplikationen verbunden ist.
Dazu gehören:
- Menschen ab 60 Jahren;
- Schwangere ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel;
- Menschen mit bestimmten chronischen oder anderen relevanten Vorerkrankungen;
- Bewohner von Alten- und Pflegeheimen;
- medizinisches Personal.
Als geeigneter Zeitraum für die saisonale Impfung gilt die Zeit von Oktober bis Mitte Dezember. Dadurch soll sich der Impfschutz rechtzeitig vor der Phase mit besonders hoher Influenza-Aktivität entwickeln können.
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