Die deutsche Unternehmerin und Influencerin Diana zur Löwen kehrt zu „Die Höhle der Löwen“ zurück – diesmal allerdings nicht als Gastinvestorin. Gemeinsam mit ihrer Mitgründerin Rebecca Linneweber präsentiert sie ihre eigene Mundpflegemarke Artem Care. Die Folge der 20. Staffel mit ihrem Auftritt wird am 28. September 2026 ausgestrahlt. Schreibt bankrecht-ratgeber mit Bezug auf web.de.
Zur Löwen war bereits früher Teil der Sendung: 2022 wurde sie zur jüngsten Gastinvestorin in der Geschichte von „Die Höhle der Löwen“. Nun wechselt sie die Seite und muss selbst versuchen, Investoren von ihrem Unternehmen zu überzeugen.
Von der Investorin zur Gründerin einer eigenen Marke
Nach Angaben von Diana zur Löwen hat ihre frühere Teilnahme an „Die Höhle der Löwen“ den Wunsch verstärkt, ein eigenes Unternehmen aufzubauen. Als eines ihrer beruflichen Vorbilder nennt sie Unternehmerin und Moderatorin Judith Williams, die sowohl investiert als auch eigene Unternehmen aufgebaut hat.
Die meisten Investoren der Sendung kannte zur Löwen bereits persönlich. Eine Ausnahme war Andreas W. Herb, der 2026 neu zum Investoren-Team der Show gestoßen ist.
Im Mittelpunkt ihres neuen Unternehmens steht die Mundhygiene. Gemeinsam mit Rebecca Linneweber konzentriert sie sich auf einen Produktbereich, der sich ihrer Ansicht nach langsamer entwickelt hat als moderne Haut- und Haarpflege.
Artem Care: Warum Diana zur Löwen auf Zahnpflege setzt
Die Unternehmerin beobachtet, dass Verbraucher in den vergangenen Jahren deutlich stärker auf die Inhaltsstoffe von Kosmetik sowie Haut- und Haarpflegeprodukten achten. Bei Produkten für Zähne und Mundpflege sei diese Entwicklung ihrer Ansicht nach weniger ausgeprägt.
Vor der Gründung von Artem Care beschäftigten sich die beiden Gründerinnen unter anderem mit den Märkten in den USA und Asien, wo Inhaltsstoffe von Mundpflegeprodukten bereits stärker in den Fokus gerückt seien.
Ein weiteres Thema ist für Diana zur Löwen die Verwendung von Zahnseide. Diese werde im Alltag noch immer häufig vernachlässigt, obwohl sie ihrer Ansicht nach genauso selbstverständlich zur täglichen Mundhygiene gehören sollte wie das Zähneputzen.
Mehr Aufmerksamkeit für die richtige Zahn- und Mundpflege zu schaffen, gehört deshalb zu den Zielen der Gründerinnen.
Diana zur Löwen kritisiert gefährliche Trends in sozialen Netzwerken
Das Thema Gesundheit ist für die Unternehmerin auch mit persönlichen Erfahrungen verbunden. In ihrer Jugend litt sie unter einer Essstörung, deren Folgen nach ihren Angaben unter anderem ihre Zahngesundheit beeinträchtigten.
Zur Löwen berichtete, dass es bei ihr zu Zahnfleischrückgang kam. Heute setzt sie sich dafür ein, langfristige gesundheitliche Folgen von Essstörungen offener zu thematisieren – nicht nur mit Blick auf die psychische Gesundheit, sondern auch auf Mundgesundheit und Knochen.
Besonders kritisch sieht sie die erneute Verbreitung von Trends, die extreme Schlankheit und radikale Ernährungseinschränkungen idealisieren.
Nach Ansicht von Diana zur Löwen tragen Social-Media-Plattformen eine erhebliche Verantwortung dafür, welche Inhalte und Schönheitsideale unter ihren Nutzern verbreitet werden.
Die Unternehmerin erinnert daran, dass es während ihrer Jugend noch kein TikTok gab und Instagram noch nicht über seine heutigen Videofunktionen verfügte. Dennoch hätten sich bereits damals Online-Communitys entwickelt, in denen Menschen ihr Aussehen miteinander verglichen und sich gegenseitig dazu motivierten, immer dünner zu werden.
Heute betrachtet sie diese Verherrlichung extremer Schlankheit kritisch. Soziale Netzwerke sollten ihrer Ansicht nach konsequenter gegen potenziell schädliche Inhalte vorgehen.
Influencer als Beruf: Warum Privatsphäre immer wichtiger wird
Diana zur Löwen äußerte sich außerdem zur Arbeit in sozialen Netzwerken. Als sie ihre Karriere begann, war die Möglichkeit, ausschließlich mit Online-Content den eigenen Lebensunterhalt zu verdienen, noch deutlich weniger verbreitet als heute.
Inzwischen ist die Konkurrenz unter Content Creators erheblich größer. Deshalb rät sie jungen Menschen dazu, eine Karriere als Influencer nicht als einzigen beruflichen Weg zu betrachten.
Eine Möglichkeit bestehe darin, zunächst einen Beruf zu erlernen und soziale Medien anschließend dafür zu nutzen, eine fachlich ausgerichtete Community aufzubauen. Als Beispiele nennt sie Accounts aus medizinischen und anderen professionellen Bereichen. Deren Betreiber müssten nicht zwangsläufig ihr gesamtes Privatleben öffentlich machen.
Besonders vorsichtig sollte nach ihrer Ansicht mit Inhalten über Kinder umgegangen werden. Eltern müssten berücksichtigen, wie ihre Kinder später mit Fotos und Videos umgehen werden, die ohne ihre bewusste Entscheidung dauerhaft im Internet veröffentlicht wurden.
Für Diana zur Löwen selbst ist Privatsphäre in sozialen Medien inzwischen zu einem wichtigen Wert geworden. Parallel zu ihrer Tätigkeit als Influencerin beschäftigt sie sich mit Unternehmen, Investments und weiteren beruflichen Projekten.
Warum Diana zur Löwen Frauen zu offenen Gesprächen über Geld ermutigt
Ein weiteres Thema, über das nach Ansicht der Unternehmerin noch immer zu wenig offen gesprochen wird, sind persönliche Finanzen. Dies betreffe insbesondere Frauen, die ihrer Beobachtung nach häufig weniger selbstbewusst über Gehalt, Investments und finanzielle Konditionen sprechen.
In ihrem eigenen Team ermutigt zur Löwen Mitarbeiter dazu, offen über Gehälter zu sprechen und ihre finanziellen Erwartungen klar zu formulieren.
Kritisch sieht sie außerdem traditionelle Rollenmodelle, bei denen die Verwaltung der Familienfinanzen automatisch beim Mann liegt, während die Frau hauptsächlich Haushalt und Kinder übernimmt. Kenntnisse über die eigenen Finanzen seien wichtig, um wirtschaftliche Abhängigkeiten zu vermeiden.
Gehaltsverhandlungen und finanzielle Unabhängigkeit
Besondere Bedeutung misst die Unternehmerin Verhandlungskompetenz bei. Gespräche über den Wert der eigenen Arbeit oder die Bedingungen eines Geschäfts sollten ihrer Ansicht nach nicht grundsätzlich als unangenehm betrachtet werden.
Zur Löwen verweist zugleich auf Unterschiede bei der gesellschaftlichen Wahrnehmung von Männern und Frauen, die ihre finanziellen Interessen selbstbewusst vertreten. Eine klare Haltung von Frauen werde ihrer Beobachtung nach teilweise als arrogant oder schwierig interpretiert, während ein vergleichbares Verhalten bei Männern eher als Selbstbewusstsein wahrgenommen werde.
Sie spricht sich deshalb für einen offeneren Umgang mit finanzieller Unabhängigkeit von Frauen, Gehältern, Investments und dem eigenständigen Umgang mit Geld aus.
lesen Sie auch: Rob Lowe verrät, warum er sich über Will Smiths Oscar-Ohrfeige freute

